Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Flughafen: 6,7 Prozent Wachstum in 2007

DORTMUND Das Ziel von 2,1 Millionen Fluggästen übertroffen, mit 6,7 Prozent Wachstum über dem Branchendurchschnitt – am Dortmund Airport zeigt man sich zufrieden mit den Fluggastzahlen des abgelaufenen Jahres.

09.01.2008

Das Jahr 2007 hatte schwach begonnen: Im ersten Halbjahr litten die Passagierzahlen am Dortmunder Flughafen vor allem unter dem Rückzug der dauair, dem Wegfall von Air Berlin-Verbindungen und einem vierten München-Umlauf der Lufthansa sowie der fehlenden Fußball-Weltmeisterschaft. Bis Mitte Juni liefen die Fluggastzahlen so dem Vorjahr hinterher: 6,1 Prozent oder 47.000 fehlende Passagiere schlugen zu Buche.

Nach dem Einstieg von Germanwings zu Beginn der Sommerferien, dem Start von Sterling Airlines Ende Oktober und zwei neuen Strecken von Wizz Air entwickelte sich das zweite Halbjahr wie erwartet besser und wog die negative Entwicklung aus den ersten Monaten auf. Richtig stark zogen die Passagierzahlen freilich erst mit der Stationierung der zweiten Germanwings-Maschine und den Sterling-Strecken nach Kopenhagen, Oslo und Stockholm ab Ende Oktober an, seitdem konnten zweistellige monatliche Zuwachsraten vermeldet werden.

Nach dem Jahresabschluss zieht der Airport eine positive Bilanz zur Passagierentwicklung: 2.155.064 Passagiere bedeuten einen neuen Jahreshöchstwert, ein Wachstum von 6,7 Prozent liegt weiterhin über dem Marktdurchschnitt von vier bis fünf Prozent, auch das selbst gesteckte Ziel von 2,1 Millionen wurde übertroffen. Selbstzufrieden macht das am Airport niemand, blickt man doch mit gemischten Gefühlen ins Neue Jahr: easyJet, mit knapp 1.000.000 Passagieren weiterhin größte Airline in Dortmund, kündigte bereits an, im Sommer auf die vierte Maschine am Standort zu verzichten. Die Maschine könne – auch mit Blick auf die eingeschränkten Tagbetriebszeiten in Dortmund – am Standort Berlin effektiver eingesetzt werden, begründet easyJet-Deutschland-Chef John Kohlsaat die Entscheidung. Die Verbindung nach Nizza fällt der Kapazitätseinschränkung zum Opfer.

Prognose 2008: umgekehrtes Bild mit starkem Start

Dennoch werden die Zugewinne aus dem zweiten Halbjahr (Germanwings, Sterling, Wizz Air) sich auch in den ersten Monaten 2008 erst einmal fortsetzen – ab dem Sommerflugplan werden sich die monatlichen Zahlen allerdings auf 2007-Niveau einpendeln. So rechnet der Airport für das gesamte Jahr 2008 mit rund 2,4 Millionen Passagieren. Die neuen Verbindungen von Sterling, Centralwings (ab Ende März nach Stettin) oder die neue Charter-Verbindung nach Heringsdorf auf Usedom von OLT bräuchten allerdings ihre Zeit. Ein Wachstum also, dass vor allem von Germanwings und Wizz Air getragen wird.

Wizz Air zweitstärkste Kraft in Dortmund

Überhaupt Wizz Air: Die erst vier Jahre junge größte Low-Cost-Airline für Mittel- und Osteuropa hat sich mit rund 400.000 Passagieren zur zweitstärksten Kraft in Dortmund entwickelt, für das neue Jahr ist durch die Aufnahme der neuen Strecken nach Posen (seit 02.10.), Sofia (seit 30.10.) und Cluj/Klausenburg (ab 28.02.) sogar ein weiteres Wachstum vorauszusehen. Drittgrößte Airline ist Air Berlin, die mit gut 300.000 Passagieren allerdings rund 10 Prozent verloren hat. Dann folgt Germanwings.

Stärkste Strecken waren Palma de Mallorca mit knapp 400.000 Passagieren, London-Luton mit rund 280.000 Passagieren und Kattowitz mit über 210.000 Fluggästen. Es folgen München, Barcelona und Krakau mit jeweils über 100.000 Passagieren.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt