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Förster:"Kahlschlag nötig"

Kurl Der Kahlschag auf dem gelände am Haus Kurl hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Die einen sind empört, weil sie um die Nester brütender Vögel fürchten, die anderen sind froh, dass eine umstürzende Pappel, die noch eine Weide mitgerissen hat, keine schlimmen Folgen hatte.

19.04.2010

Der Landesbetrieb Wald und Holz hat auf dem ca. 3,5 Hektar großen Privatgelände etwa einen halben Hektar Wald gerodet.

"Das war dringend erforderlich", sagt Förster Winfried Hardes. "Die Verkehrssicherheit war einfach nicht mehr gegeben. Neben der Pappel und der Weide ist auch noch an der Ampel eine dicke Birke umgestürzt und auf der Straße gelandet. Glücklicherweise fuhr und ging gerade niemand da her."

Alarmiert worden sei der Landesbetrieb von der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus Canisius, die wiederum vom nahe gelegenen Gartenverein heftige Beschwerden bekommen hatte.

"Wir haben an der Kurler Straße zwischen Werimbold- und Plaßstraße einen fünf bis zehn Meter breiten Streifen Bäume gefällt", berichtet Hardes. "Das sieht schlimm aus", konstatiert er. Überwiegend seien es Pappeln gewesen, die jetzt nicht mehr standsicher waren. "Ahornbäume und Eschen, die sich durch Naturverjüngung selbst ausgesät haben, haben jetzt durch mehr Licht, eine Chance zu wachsen", tröstet der Waldfachmann.

Hybridpappeln hätten ohnehin nur eine Lebensdauer von bis zu 80 Jahren. In der Nähe von Bächen fühlen sie sich nicht wohl. "Man sagt, Pappeln mögen Wasser sehen, aber nicht fühlen", so Winfried Hardes.

In Absprache mit dem städtischen Umweltamt, Ornithologen und dem Landschaftswächter hat der Landesbetrieb Wald und Holz im nördlichen Teil zur Greveler Straße die Arbeiten eingestellt und nicht weiter gefällt.

"Hier stehen allerdings auch noch zwei gefährliche Bäume. Da müssen wir auf jeden Fall im Herbst nach der Brutzeit noch einmal tätig werden", kündigt Förster Winfried Hardes an. Petra.Frommeyer@

ruhrnachrichten.de