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Forschen für neue Fabriken

Dortmunds Strukturwandel hat ein neues Gesicht: Das Zentrum für Produktionstechnologie (ZfP). Seit Freitag weht, sieben Monate nach der Grundsteinlegung, der Richtkranz über dem Gebäude auf Phoenix West.

07.03.2008

Bis zur Eröffnung im September fließen 25 Mio. in die Ideenschmiede in Sichtweite zum denkmalgeschützten Gasometer. Im ZfP, das aus Mitteln des Landes, des Bundes, der EU sowie der Stadt Dortmund finanziert wird, entwickeln junge Firmen Verfahren und Technologien für die Produktion. Forschen für neue Fabriken also.

NRW-Staatsekretär Jens Baganz lobte Dortmunds "moderne Standortpolitik". Sie sorge für "Wachstumsimpulse". OB Gerhard Langemeyer hob die Bedeutung des ZfP für die weitere Entwicklung des 200 Hektar großen, ehemaligen Kohle/Stahl-Reviers hervor. Der Bau sei "ein weiterer, bedeutsamer Schritt" für Dortmunds "zweiten Technologiepark". Für IHK-Chef Reinhard Schulz ist das ZfP ein "klares Bekenntnis zur Industrie". Damit könne die Region "unverwechselbare Qualität" entwickeln.

Laut TZDO-Geschäftsführer Guido Baranowski sind bereits 70 Prozent der Büro- Labor und Hallenflächen vermietet. Das Interesse am Zentrum für Produktionstechnologie sei groß. Vier automobilnahe Firmen - BCT, iQ Power, Thermico und Simuform - haben bereits einen Mietvertrag für das ZfP unterschrieben. Mit vier weiteren Interessenten werde konkret verhandelt.

Geplatzte Hoffnung

Vor allem mit dem Schweizer Batterie-Spezialisten iQ Power, so hatten Dortmunds Wirtschaftsförderer gehofft, habe man einen besonders dicken Fisch ans Land gezogen. Das börsennotierte Unternehmen wollte eigentlich neben dem ZfP in einer Fabrik jährlich 500 000 "der intelligentesten und besten Autobatterien" herstellen. Zwischen 15 und 20 Mio. Euro wollte iQ Power dafür in die Hand nehmen und 80 Arbeitsplätze schaffen.

Anfang März machte das Unternehmen dann einen Rückzieher. iQ Power lässt in Zukunft in Italien produzieren. Für Baranowski aber kein Grund, Trübsal zu blasen. So wolle iQ Power nach wie vor im ZfP forschen.

Sollten die 10 200 Quadratmeter Fläche für die Firmen nicht mehr ausreichen, haben die Verantwortlichen noch einen Trumpf im Ärmel. In Nachbarschaft zum ZfP gibt es noch 12 000 Quadratmeter freie Fläche für einen Anbau. ar

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