Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Frauen belebten Rathaus

Es hat schon Tradition, dass Frauen am Internationalen Frauentag (8.3.) das Rathaus in Beschlag nehmen, um unter Federführung des Frauenbüros für ihre Gleichberechtigung zu kämpfen.

09.03.2008

Auch am Samstag diskutierten mehr als 500 Politikerinnen, Multiplikatoren aus Vereinen und Verbänden sowie Bürgerinnen in den Sitzungssälen des Rathauses in zwölf Foren über Themen wie Frauen und Mädchen mit Behinderungen, Patientenverfügung, Integration, Kinderbetreuung, Frauenwahlrecht und Sozialstandards in der Textilwirtschaft. Männer mussten allerdings draußen bleiben. Nur Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer eröffnete mit der Gleichstellungsbeauftragten Brigitte Wolfs die Veranstaltung. Schließlich räumt er Jahr für Jahr das Rathaus für den Internationalen Frauentag. "Außerdem kann der Oberbürgermeister so sehen, wie viele Frauen sich engagiert in unserer Stadt einsetzen. Viele nutzen auch die Gelegenheit, unmittelbar Kontakt zu ihm aufzunehmen", begründete Wolfs die männliche Ausnahme.

"Es ist toll, zu sehen, dass viele Frauen sich für ihre Rechte einsetzen, um Akzeptanz und Anerkennung in der Gesellschaft zu erlangen", lobte Cemile Dagdeviren von der Kurdischen Frauengruppe die Veranstaltung.

Ein Beispiel für jugendliches Engagement gaben sechs Mädchen des Pfadfinderinnentreffs "Kratzbürste". Auf Transparenten proklamierten sie: "Männer sollen Babys wickeln" - "Frauen sind nicht dümmer" und "Frauen sind für alles gut" und stimmten nach einem Lehrstück über Frauenrechte zu Beginn des Jahrhunderts die Frauen-Nationalhymne an. Ein positives Beispiel, wie Frauen Konfliktlösungen in ihrem Umfeld fördern, gaben Berrin Ince und Uta Schütte von der deutsch-türkischen Frauengruppe Am Grimmelsiepen. "Anlass und Anknüpfungspunkt ist der umstrittene Bau einer Moschee Am Grimmelsiepen in Hörde. Im Vordergrund unserer regelmäßigen Treffen, Theater-, Kino- und Museumsbesuche steht aber das gegenseitige Kennenlernen", erläuterte Schütte das Konzept. "Ein Vorbild für Frauengesprächskreise auch in anderen Stadtteilen", lobte Barbara Heinz vom Ausländerbeirat. het

Lesen Sie jetzt