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Freund ins Gesicht getreten - Gefängnisstrafe

Landgericht

DORTMUND Weil sie ihren vor ihr auf den Knien um Verzeihung flehenden Freund brutal ins Gesicht getreten hat, muss eine 30-jährige Dortmunderin ins Gefängnis. Das ist das Ergebnis einer Berufungsverhandlung am Donnerstag vor dem Landgericht.

von Von Martin von Braunschweig

, 08.04.2010

Die Angeklagte und ihr Partner hatten sich im September 2008 auf der Rheinischen Straße eine filmreife Auseinandersetzung geliefert. Beide waren damals schwer betrunken und hatten anscheinend ihre Gefühle nicht unter Kontrolle.

Mehrere Augenzeugen mussten dann fassungslos mit ansehen, wie die 30-Jährige trotz aller Entschuldigungs-Bitten ihres Freundes immer rabiater und brutaler wurde. Bei dem Tritt kippte der Mann schließlich rücklings aufs Pflaster und zog sich eine Platzwunde zu.

Das Landgericht verurteilte die Schlägerin am Donnerstag zu vier Monaten Haft auf Bewährung. Weil die 30-Jährige jedoch noch aus früheren Verurteilungen drei Bewährungsstrafen mit sich herumträgt, die jetzt widerrufen werden, muss sie sich insgesamt auf einen mehr als zweijährigen Aufenthalt hinter Gittern einstellen. „Das hätten sie sich vorher überlegen müssen“, sagte dazu die Richterin.