Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Frisches Blut für die CDU

DORTMUND Mit dem JU-Vorsitzenden Steffen Kanitz (23) wählten die Delegierten des CDU-Parteitages einen „jungen Wilden“ zum Stellvertreter von „Chef“ Erich G. Fritz. Auch Uwe Waßmann (44) ist ein neues Gesicht in der Vize-Riege, die von Claudia Middendorf komplettiert wird.

von Von Achim Roggendorf

, 26.08.2007
Frisches Blut für die CDU

<p>Erfahrene Parteisoldaten und Hoffnungsträger: (v.l.) Uwe Waßmann, Annegret Meyer, Steffen Kanitz, Adolf Miksch, Claudia Middendorf und Parteichef Erich G. Fritz. Roggendorf</p>

Es war der Tag von Erich G. Fritz. Nicht nur, dass der 60-Jährige mit großer Mehrheit (93,3 Prozent) zum CDU-Parteichef wiedergewählt wurde („Dafür, dass ich in der Vergangenheit immer deutliche Worte gesprochen habe, hätte ich mit mehr Gegenstimmen gerechnet.“) Fritz sorgte auch auf dem 88. CDU-Parteitag im RAG-Bildungszentrum dafür, dass zumindest einer seiner Stellvertreter so ganz nach seinem Geschmack ist. So hatte Fritz sich vor der Wahl unverhohlen für Steffen Kanitz stark gemacht, den 23-jährigen Vorsitzenden der Jungen Union. Es sei an der Zeit, dass die Jüngeren zeigen, was sie können. Auch mit Blick auf die Alterstruktur der Partei würde eine Blutauffrischung nicht schaden. So sehr sich Fritz darüber freute, dass sich fünf Kandidaten um die drei Vizeposten im Vorstand bewerben, kritisierte er doch den „Wettbewerb am Telefon“ im Vorfeld der Wahl – und das fehlende Profil mancher Bewerber. „Leute, die man zum Jagen tragen muss, kann man beisitzen lassen, mehr nicht“, empfahl er deshalb den Delegierten, gut darüber nachzudenken, wem sie ihre Stimme geben. „Wir brauchen Persönlichkeiten, die für etwas stehen und Inhalte vermitteln können.“ Und so kam es, wie es kommen musste. Mit Steffen Kanitz und dem Scharnhorster CDU-Stadtbezirksvorsitzenden Uwe Waßmann (44), der sich erst im zweiten Wahlgang durchsetzte, gehören künftig neben Claudia Middendorf zwei neue Gesichter der Vize-Riege hinter Parteichef Fritz an. Hinterher wollte Fritz auf Nachfragen zwar von seiner Einflussnahme nichts wissen, räumte aber ein, dass er mit dem Wahlergebnis „zufrieden“ ist. Natürlich hatte mit dem Jubel der Sieger keiner mehr einen Blick für die Verlierer. Für den Aplerbecker Bezirksvorsteher Sascha Mader und das CDU-Ratsmitglied Matthias Ulrich ist die politische Karriere (vorerst) zu Ende. Tief enttäuscht wollten sie noch nicht einmal als Beisitzer weitermachen. CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg wertete die Wahl des neuen Stellvertreter-Trios als „Signal der Erneuerung“. Bei ihnen handele es sich um „Aktivposten in der Partei“.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt