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Frühlings-Flirt mit Charme und Schalk

06.03.2008

Über 600 Mal haben die Berlin Comedian Harmonists in Berlin das Publikum mit ihrem Musik-Theaterstück "Veronika, der Lenz ist da" begeistert. Und auch im Konzerthaus sind sie Publikumslieblinge: Auch am Mittwoch, bei ihrem dritten Auftritt in der Philharmonie, entfachten sie mit ihrer Geschichte über die erste Boygroup der Welt, die 1927 per Zeitungsannonce zusammenfand, wieder Begeisterungsstürme.

Mit Pomade im Haar, Schalk im Nacken, kessem Augenaufschlag und dem verführerischen Klang der guten alten Schellack-Zeit in den Stimmen ließen die Berliner die Goldenen 20er aufleben. Von keinem lässt man sich so gerne "Wochenend und Sonnenschein" wünschen wie von den fünf smarten Herren um Pianist Horst Maria Merz. Selten schmelzen Frauenherzen so schnell dahin, wie wenn die Harmonists charmant "Hallo, was machst Du heut', Daisy?" flirten. Viele große Hits der Original-Harmonists, die heute noch so populär sind wie vor 70 Jahren, sangen die Berliner in ihren den Originalen abgelauschten Arrangements von Franz Wittenbrink.

Natürlich gehörten auch der "Kleine, grüne Kaktus", "Veronika, der Lenz ist da" und der Rühmann-Hit "Ein Freund, ein guter Freund" dazu - stets garniert mit kleinen Einlagen. Aber auch Unbekannteres wie die "Puppenhochzeit" streute das Sextett auf seiner vergnüglichen Liederreise ein.

Geschickt mit Texten über die Erfolgsgeschichte der großen Vorbilder, hatten die Berliner ihre Revue verflochten. Musikalisch waren die Lieder klug abgestimmt auf die Texte und schlugen einen Bogen von den heiteren, unbeschwerten Hits der späten 20er Jahre bis zu stilleren Liedern, die die Zeit illustrierten, in der die Nationalsozialisten 1935 die Gruppe zerschlugen. JG

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