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Für Umweltschützer ist DEW-Ökostrom 'Etikettenschwindel'

08.01.2008

Für Umweltschützer ist DEW-Ökostrom 'Etikettenschwindel'

<p>Den Ausbau regenerativer Energien in Dortmund fördert das DEW-Angebot "clima prima." dpa</p>

Ökostrom-Angebote im Zusammenhang mit dem so genannten RECS-System sind in die Schlagzeilen geraten. Das neue Angebot von DEW "Unser Strom.grün" reiht sich ebenfalls in dieses System ein, das zwar legal ist, von Umweltschützern aber als "Etikettenschwindel" kritisiert wird. Denn zusätzlicher Ökostrom werde dadurch nicht produziert, so die Umweltschützer.

DEW21 weist darauf hin, dass bei Ökostrom-Angeboten dieser Art der positive Effekt für die Umwelt langfristig angelegt sei. Mit dem Kauf von "Unser Strom.grün" bzw. Ökostrom auch jedes anderen seriösen Anbieters erhöhe sich die Nachfrage nach Ökostrom; so werde Druck auf die Erzeuger ausgeübt, neue Ökostromanlagen zu bauen. Dies sei die Philosophie des RECS-Systems. "Unser Strom.grün", der nach dem RECS-System zertifiziert ist, stammt überwiegend aus norwegischer Wasserkraft.

Um das Zertifikats-Procedere zu veranschaulichen, vergleicht DEW den Ökostromhandel mit einem "Stromsee". In ihn speisen verschiedene Kraftwerke den Strom ein: Atomkraftwerke, Kohlekraftwerke, Windenergieanlagen, Wasserkraftanlagen usw. Im eigenen Haushalt zu isolieren, aus welcher Quelle genau der Ökostrom kommt, sei physikalisch nicht möglich. Im "See" vermischen sich die unterschiedlichen Ströme, so dass der Verbraucher natürlich nicht Elektronen aus einem bestimmten Kraftwerk beziehen kann, sondern immer einen Mix erhält.

Wer hingegen konkret den Ausbau regenerativer Energien in Dortmund vorantreiben will, für den gibt es seit Jahren das DEW-Angebot "Unser Strom.clima prima" Hierbei wird ein beliebiger DEW21-Stromtarif mit einer Spende an den gemeinnützigen Solarfonds Dortmund e.V. kombiniert. Mit den bisher eingegangenen Spendengeldern hat der Solarfonds auf 20 Dortmunder Schulen jeweils 10kWp große Photovoltaikanlagen errichtet. Die Spende ist zudem steuerlich absetzbar. Auch dieses Ökostrommodell ist zertifiziert, und zwar mit dem "Grünen Strom-Label in Gold", das u.a. vom BUND und Eurosolar getragen wird.

Das Angebot "clima prima" nutzen bisher lediglich 130 Kunden, für den kürzlich erst eingeführten Tarif "Unser Strom.grün" haben sich bereits 3000 Kunden angemeldet. kiwi

Weitere Informationen finden alle interessierten Kunden unter www.dew21.de

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