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Furcht vor "Feuerteufel"

Hofbesitzer im Dortmunder Norden sind nervös. In der Nacht zu Sonntag brannte auf dem Gut Rittershof in Mengede eine Scheune nieder. Die dritte innerhalb weniger Tage. Außerdem wurden Pferdeboxen im Groppenbruch angezündet. Geht ein "Feuerteufel" um?

09.03.2008

Furcht vor "Feuerteufel"

<p>Hofbesitzer Klaus Pätzold steht vor den Trümmern seiner Scheune, in denen auch sein Oldtimer stand. Reminghorst</p>

Für Klaus Pätzold junior war es Samstag ein kurzer Ausflug in Disko. Der 23-Jährige ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Und musste mit ansehen, wie die 20 x 40 Meter große Holzhalle auf dem elterlichen Hof - einer Pferdepension - niederbrannte. Gelagert waren Stroh und Heu - der komplette Futtervorrat für rund 20 Tiere - und landwirtschaftliche Maschinen.

Klaus Pätzold senior hatte das Feuer kurz vor Mitternacht bemerkt, als er aus dem Schlafzimmerfenster schaute. "Meine Frau war eine Viertelstunde zuvor noch mit dem Hund draußen, da war die Welt noch in Ordnung." Bereits nach 20 Minuten stürzte die ca. 100 Meter von Hof und Ställen entfernte Halle ein. Ein Großeinsatz für die Feuerwehr, die "superschnell da war", wie der 48-jährige Hofbesitzer lobt.

Und superlange blieb. Gut zwölf Stunden benötigten die Einsatzkräfte, um den Brand zu löschen. Starker Wind begünstigte den Funkenflug. Einige Bäume in dem nahe gelegenen Waldstück an der A 45 waren ebenfalls in Brand geraten. Insgesamt sechs Löschzüge der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr kämpften gegen die Flammen. Ein weiterer Löschzug erledigte Nachlöscharbeiten.

Vor Klaus Pätzold liegen die verkohlten Trümmer, unter denen auch ein Schätzchen begraben ist. "Ein 34 Jahre alter NSU Prinz." Außerdem ein Motorrad. Beide Vehikel waren abgemeldet. Jetzt sind sie nur noch Erinnerung. Der gesamte Sachschaden wird auf 100 000 Euro geschätzt.

Die Aufräumarbeiten werden Vater und Sohn Pätzold die nächsten Wochen beschäftigen. Den Sonntag brauchten sie, um den Schock zu verdauen und Schlaf nachzuholen. Klaus Pätzold ist froh, Nachbarn zu haben, die sofort ihre Hilfe und Futter für seine Pferde angeboten haben. Eines steht für ihn fest. "Eine neue Scheune baue ich erst, wenn der Täter geschnappt ist." Vater und Sohn glauben, dass es Brandstiftung war.

Die Kripo ermittelt. Auch bei Olaf Reckert. Gestern morgen entdeckte der Besitzer eines Pferdehofes an der Groppenbrucher Straße, dass Stroh in zwei Einstellboxen verschwelt war. Steffi Tenhaven

Seite 3: Zuchtstute...

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