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Gegen "Klimakatastrophe"

"Wir müssen eine städtische Klimakatastrophe verhindern". Nein. Hartmut Anders-Hoepgen spricht nicht vom Wetter. Sondern vom gesellschaftlichen Klima - und dem Kampf gegen Rechts.

06.12.2007

Gegen "Klimakatastrophe"

In dieser Auseinandersetzung hat der frühere Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Kirchenkreise (VKK) künftig eine führende Rolle. Denn Anders-Hoepgen übernimmt auf Wunsch von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer die Funktion des ehrenamtlichen Sonderbeauftragten der Stadt zur Umsetzung des Aktionsplans für Vielfalt, Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus".

"Wir arbeiten nicht gegen, sondern für etwas", hebt Anders-Hoepgen mit Blick auf den ersten Teil des Titels hervor. Doch klar ist, dass der Blick sich vor allem auf rechte Umtriebe in der Stadt richtet.

"Das Wiederaufkeimen von nationalsozialistischem Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit macht mir große Sorge", begründet der 63-Jährige, der Anfang November als Kirchenmann offiziell in den Ruhestand getreten ist, sein Engagement. "Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen." Nicht zuletzt spielt dabei auch die eigene Geschichte der eigenen Familie eine Rolle, die unter Krieg und Nationalsozialismus gelitten hat. Ähnlich wie bei Uwe Büscher (Foto), der dem Sonderbeauftragten künftig als Verwaltungsmann zur Seite steht und u.a. den vom Rat beschlossenen Aktionsfonds mit 100 000 Euro pro Jahr verwalten wird.

Gemeinsam haben sich Anders-Hoepgen und Büscher nun erst einmal eine Bestandsaufnahme und Analyse vorgenommen, bevor der Aktionsplan erarbeitet und mit Leben gefüllt wird. Dabei will der Sonderbeauftragte Gespräche mit Politik und gesellschaftlichen Gruppen führen. "Wir müssen mit dem Thema mehr in die Breite gehen - etwa auch in den Kinder- und Jugendbereich", erklärt Anders-Hoepgen. Dazu gehört auch eine feste Anlaufstelle im Rathaus, kündigte OB Langemeyer gestern an. Der Sonderbeauftragte soll Ansprechpartner für alle Bürger sein. Oli

Gegen "Klimakatastrophe"

<p>Hartmut Anders-Hoepgen übernimmt die Rolle des Sonderbeauftragten für den lokalen Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. RN-Archivfoto Wegener</p>

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