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Geld fürs Klinikum soll fließen

DORTMUND Es bleibt dabei: Das Klinikum soll als Krankenhaus der Maximalversorgung in kommunaler Trägerschaft erhalten werden. Mit den Stimmen von Rot/Grün wurde der 19,25-Millionen-Euro-Investivzuschuss zum Bau eines zentralen Operationstraktes im Rat verabschiedet.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 13.12.2007
Geld fürs Klinikum soll fließen

Vor dem Klinikzentrum Mitte starteten die Klinikum-Beschäftigten ihren Protestzug gegen die Privatisierungspläne in Richtung Rathaus.

Zuvor gab‘s den bekannten Aufguss tausendfach ausgetauschter Argumente – je nach Parteiensicht. Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer kündigte schon mal an: „Das ist nicht die letzte Summe, die wir hier beschließen werden. Mittelfristig werden wir ein Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro zu stemmen haben“, sprach‘s und verwies auf das ebenfalls neu zu bauende Mutter-Kind-Zentrum, das in wenigen Jahren u. a. Ersatz schaffen soll für die baulich überholte Frauenklinik.

Von den drei Angeboten privater Klinikbetreiber zur Übernahme des Klinikums, sei ihm nur das der Helios-Kliniken bekannt. Wie berichtet, will Helios mit einem Neubau für 250 bis 350 Millionen Euro die Konzentration auf einen Klinikstandort am jetzigen Zentrum Nord, Münsterstraße. Langemeyer sprach sich erneut klar dagegen aus, substanziell in die Prüfung einzusteigen.

Einer der Gründe: Helios will sich offenbar die Zurückzahlung bereits geflossener Zuschüsse am dann aufzugebenden Standort Mitte (z. B. für das Logistikzentrum) vom Halse halten. Langemeyer: „Wenn das Sache der Stadt sein soll, halte ich das Angebot für unseriös.“

Auf der Zuschauertribüne des Ratssaales und vor dem Monitor in der Bürgerhalle vernahmen viele Mitarbeiter des Klinikums den Beschluss über die Finanzspritze von 19,25 Mio. Euro zwar mit Freude, gleichwohl aber hörten sie den Appell von SPD-Aufsichtsratsmitglied Jutta Starke, jetzt zügig zu einem Abschluss des Notlagentarifs aller Tarifpartner zu kommen.

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