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Geldmangel - Feste stehen auf der Kippe

Nordstadt-Quartiere

DORTMUND Beraten und Koordinieren ist weiterhin eine wichtige Aufgabe für das Quartiersmanagement in der Nordstadt. Doch von vielen lieb gewonnene Veranstaltungen heißt es Abschied zu nehmen.

von Von Oliver Volmerich

, 14.04.2010
Geldmangel - Feste stehen auf der Kippe

Boris Gott sorgte 2009 für Stimmung auf dem Oesterholzstraßen-Fest.

Quartiers-Feste, Zuschüsse für Bewohner-Aktionen, Musikprogramm auf Straßen und Plätzen – all das scheint der Vergangenheit anzugehören. Denn für die drei Quartiersbüros in den Bereichen Hafen, Nordmarkt und Borsigplatz sind zwar trotz ausgelaufener Landesförderung Personal- und Sachkosten in Höhe von 340.000 Euro für dieses Jahr durch die Stadt gesichert, Geld für Projekte gibt es allerdings nicht mehr.

„Wir sind in unserer Arbeit schwer eingeschränkt“, bedauert Ali Sirin vom Quartierbüro Hafen. Ein Lese-Projekt und das Quartiersfest am Hafen sind gestrichen und auch das große Schützenstraßenfest steht zur Disposition. „Wir hoffen noch auf eine Förderung im Rahmen der Internationalen Woche“, erklärt Sirin. Die Fortsetzung des Kulturprogramms auf dem Nordmarkt steht ebenfalls in den Sternen.   „Wenn, dann findet es in abgespeckter Form statt. Kontinuität wäre aber wichtig“, erklärt Martin Gansau vom Quartiersbüro Nordmarkt. Auf seiner Wunschliste steht auf jeden Fall das Kinder- und Familienfest auf dem Nordmarkt. Deshalb heißt es für die Quartiermanager nun verstärkt, Spenden einzuwerben.

Gansau: „Man muss neue Wege gehen und aus der Not eine Tugend machen.“ Ähnlich sieht es Mike Ndambuki vom Quartierbüro Borsigplatz. Auch dort stehen Veranstaltungen wie das Hoeschpark- oder Oesterholzstraßen-Fest auf der Kippe oder müssen notgedrungen kleiner ausfallen.   „Wir sind gezwungen etwas kreativer zu sein, wenn wir Veranstaltungen planen“, stellt Ndambuki fest. „Man muss viele Bettelbriefe schreiben.“ Dazu setzen die Quartiersmanager auf die Kontakte zu Hauseigentümern und Geschäftsleuten. Zum Teil mit Erfolg. Die Zeitung für das Brunnenstraßen-Viertel trägt sich durch das Engagement der Eigentümer und Anzeigen inzwischen selbst, freut sich Martin Gansau.

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