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Gemeinde pflegt ihre Gräber

Freiwillige trotzten in Kirchderne dem durchwachsenen Wetter

15.05.2007

Kirchderne Ein grauer Schatten hing über dem Friedhof. Immer wieder regnete es. Doch bewaffnet mit Spaten und Besen trotzte eine kleine Gruppe Helfer am Samstag dem durchwachsenen Wetter. Allen voran Peter Strube, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde. Gemeinsam mit dem Friedhofsausschuss hatte er zur Verschönerungsaktion aufgerufen und zeigte sich enttäuscht: ?Ich hatte eigentlich mit mehr Unterstützung der Leute gerechnet.? Einige Gräber seien regelrecht verwildert, oder es stünden riesige Bäume darauf, die irgendwann gefällt werden müssten. Die Gemeinde selbst sei der Träger des Friedhofs, und es entstünden enorme Kosten durch die Pflege. Die Gebühren sind gering und decken gerade mal die laufenden Kosten. Es ist vor allem der starke Baumbewuchs, der den Verantwortlichen zu schaffen macht. ?Die Wurzeln reißen die Böden auf und werden so zu gemeinen Stolperfallen für die Besucher?, berichtet Gemeindesekretärin Monika Hahn. Sie spannte bei der Aktion ihre Familie mit ein. Auf dem Kirchderner Friedhof ist man besonders stolz auf die alten Grabstätten, die teilweise aus dem 19. Jahrhundert stammen. ?Wir bemühen uns, diese Gräber zumindest zu konservieren. Doch bei einigen ist das leider nicht mehr möglich?, bedauert Strube. Allerdings gebe es die Überlegung, diese Grabstätten separat in einem anderen Bereich neu aufzustellen. Da die Bänke auf dem Gelände ebenfalls verwittert und marode sind, ist die Gemeinde auf der Suche nach Sponsoren. Zwei von insgesamt zehn Sitzmöglichkeiten sind bereits gesichert. Lothar Strauß vom Bestattungsunternehmen Rousseau und Friedhofsgärtner Hubert Schäkermann sagten ihre Unterstützung spontan zu. Die Laune des Pfarrers verbesserte sich schlagartig: ?Jetzt haben wir in fünf Minuten zwei neue Bänke aus dem Hut gezaubert, da sollten weitere acht ja hoffentlich kein Problem sein.? Timo Lämmerhirt

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