Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Geprüfte Courage

Mehr als 3300 Schüler besuchen das Fritz-Henßler-Berufskolleg an der Brügmannstraße 25. 40 Prozent von ihnen stammen aus Familien mit Migrationshintergrund.

24.10.2007

Geprüfte Courage

<p>Schulleiter Ulrich Lenßen (o.r.) ist stolz auf seine Schüler und Mitarbeiter. 76 Prozent von ihnen haben sich für eine "Schule gegen Rassismus" stark gemacht. Belouanas</p>

Gemeinsam haben sie sich stark gemacht: für Respekt, gegen Diskriminierung. Seit gestern dürfen sie sich deshalb offiziell "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" nennen. Damit gehört das Fritz-Henßler-Berufskolleg laut Nicole Marjo Gerlach, NRW-Landeskoordinatorin des Projekts, zu den 104 Schulen in Nordrhein-Westfalen, die diesen Titel tragen dürfen.

Ja per Unterschrift

Ganz einfach war der nicht zu bekommen. 70 Prozent der Schüler und Mitarbeiter mussten mit ihrer Unterschrift versichern, dass sie sich gegen Rassismus aussprechen. Eine Klasse und ihre Referendarin, Julia Münstermann, nahmen deshalb das Zepter in die Hand, klapperten die 150 Klassen ihrer Schulkollegen ab, erklärten ihnen die Zielsetzung und sammelten Unterschriften.

Parallel dazu starteten sie entsprechende Projekte gegen Rassismus. "Das Zertifikat birgt außerdem die Verpflichtung, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen und daran zu arbeiten", sagt Nicole Marjo Gerlach.

Paten haben sich die Schüler auch gesucht. Die beiden BVB-Spieler Florian Kringe (25) und Roman Weidenfeller (27) sowie der Rapper Manuellsen (28) aus Mülheim sollen die Berufsschüler in Zukunft dauerhaft an ihr Versprechen erinnern und sie in ihrem sozialen Engagement unterstützen.

"Die notwendigen 70 Prozent an Unterschriften konnten wir mit 76 Prozent sogar toppen", berichtet Schulleiter Ulrich Lenßen stolz. Damit hätten die Schüler gezeigt, dass sie "Integration und keine Ausgrenzung" wollen.

In Zukunft gelte es aber, dem Anspruch des Titels auch weiterhin gerecht zu werden. Die hohe Fluktuation von Schülern, die zum Teil nur ein Jahr blieben, stelle in dieser Hinsicht eine große Herausforderung dar, so der Schulleiter. "Doch der stellen wir uns gern." bel

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt