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"Gerechtigkeit muss der Maßstab sein"

"Billiglöhne und Menschenwürde. Sozialdumping oder Arbeitschance?" Gestern Abend ging es in der Kommende um das Thema Arbeit und Lebensqualität.

10.10.2007

Damit startete die zweite Auflage der Rosinengespräche, eine Veranstaltungsreihe von Kommende und dem DGB Östliches Ruhrgebiet. Unter dem Titel: "LebensWert - im Mittelpunkt der Mensch".

"Wir finden, Arbeit gehört zum Leben dazu. Nur: Wie muss sie gestaltet sein, dass unser Leben lebenswert bleibt?" Eberhard Weber ist als Vorsitzender des DGB Östliches Ruhrgebiet Mitinitiator der Vorträge. Peter Klasvogt, Direktor der Kommende Dortmund, ergänzt: "Ausschlaggebend ist neben der Qualität der Arbeit der Lohn. Wenn wir über den Wert der Arbeit sprechen, muss Gerechtigkeit der Maßstab sein". Gründlich aufgeräumt wurde mit der Behauptung, Billiglöhne belebten das Geschäft.

Auf dem Podium saßen prominente Gesprächspartner: Franz-Josef Möllenberg ist Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und machte klar, wie brisant das Thema ist: "In Deutschland gibt es 700 000 Vollzeitbeschäftigte, die von ihrem Lohn nicht Leben können und zusätzlich ALG II beziehen." Ergänzt wurde die Diskussion von Sozialethiker Markus Demele, der den Blick auch auf die Mindeststandards in Billiglohnländern lenkte.

Aber Arbeit ist nur das halbe Leben: Die nächsten Veranstaltungen beschäftigen sich mit anderen Missständen, die in vielen Fällen Lebensqualität drücken. Am Dienstag (27. 11.) heißt es: "Nicht hausen, sondern wohnen". In weiteren Veranstaltungen geht es um die "kinderlose Gesellschaft" und den Zusammenhang von Perspektivlosigkeit und Abhängigkeit.

Infos unter Tel. 20 60 50.

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