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Gericht spricht Billy Reina von Betrugsvorwurf frei

13.08.2007

Ganze zehn Minuten dauerte es, dann hatte sich die Anklageschrift der Dortmunder Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen BVB-Star Billy Reina gestern als heiße Luft entpuppt. Die Folge: Das Amtsgericht Unna sprach den 35-jährigen früheren Profi-Fußballer vom Vorwurf des Betruges frei. Es war ein Freispruch erster Klasse.

Was war passiert? Die Staatsanwaltschaft glaubte bis gestern, dass Reina im September vergangenen Jahres in seinem Antrag auf Arbeitslosengeld absichtlich gelogen hatte. Die Frage "Sind Sie zurzeit von einem Arzt arbeitsunfähig erkrankt geschrieben?" hatte der Ex-Kicker verneint. Wie die Staatsanwaltschaft jedoch darauf kam, dass diese Antwort falsch gewesen sein soll, konnte sie im Prozess nicht erklären.

Der Sitzungsvertreter, der selbst nicht die Anklage verfasst hatte, wirkte fast ein bisschen hilflos. "Ich habe noch nie so klar erlebt, dass ein Vorwurf zu Unrecht erhoben wurde", sagte er. Er wisse auch nicht, wie es überhaupt zu der Anklage gekommen sei. Man müsse Billy Reina jedoch glauben, wenn er sage, die Krankmeldung sei erst nach dem Antrag beim Amt erfolgt. Beweise für das Gegenteil lägen jedenfalls nicht vor.

Nach dem Freispruch zeigte sich der Ex-Fußballer von Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund und Hertha BSC Berlin erleichtert. "Ich wusste immer, dass ich nichts falsch gemacht habe", sagte Reina. Die Anklage und die damit verbundene negative öffentliche Aufmerksamkeit hätten ihm zuletzt schwer zugesetzt. Jetzt könne er aber wieder nach vorne schauen. Im September beginnt er seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Und nebenbei verbringt er viel Zeit mit seiner fünf Monate alten Tochter Giulia. von

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