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Glocke entführte auf eine fröhliche Reise

12.08.2007

Wellinghofen "Mit Musik geht alles besser" ist seit 120 Jahren die fröhliche Devise des Chors "Glocke Brücherhof". Am Samstag feierte der fünftälteste Dortmunder Chor im evangelischen Gemeindehaus Wellinghofen 120. Geburtstag: schwungvoll, sehr gut vorbereitet und einstudiert von Chordirektor ADC Ernst Kanne.

Als reiner Männerchor wurde die Glocke 1887 gegründet, seit 35 Jahren ist sie ein gemischter Chor, in dem die Männerstimmen umworben sind: Den "schönen Sigismund" feierte der Chor mit viel Witz, ließ die Männer mit Zylinder und weißer Nelke im Knopfloch durchs Publikum marschieren, und die Damen winkten ihnen mit bunten Federboas zu.

Walzer im Blut

Beste Unterhaltung bot die "Glocke" mit einem Medley aus dem "Weißen Rössel". Vorher hatte sie gezeigt, dass sie unter der straffen, genauen Leitung von Ernst Kanne auch schwere Sätze wie die "Brünnlein" von Jöde-Oberborbeck sicher singen kann. Homogen und sauber klang es auch, als die Glocke mit ganz Paris von der Liebe träumte und augenzwinkernd die Zuhörer auf eine "Fröhliche Reise" schickte.

Zwei Jubilare

Freundschaft und den Chorleiter verbindet die Glocke mit der Chorgemeinschaft Bittermark-Kirchhörde, die das Konzert mitgestaltete - immer lockerer und temperamentvoller. Höhepunkt war das Medley von "Wiener Spezialitäten", in dem die 23 Frauen den Dreiviertel-Takt im Blut hatten und mit dem Radetzky-Marsch viel Stimmung in den Saal brachten.

Die Mandolinen- und Gitarrenfreunde Sölde (Leitung: Ulrike Liebrucks) umrahmten das Programm mit schwungvoll gespielten Werken. Marianne Richter war eine aufmerksame, einfühlsame Klavierbegleiterin. Geehrt wurden Brunhilde Raidt und Friedel Dickhut, die seit 35 Jahren der "Glocke" treu sind.

Gratulanten waren der mit 160 Jahren älteste Dortmunder Chor, MGV Eintracht Wellinghofen, und das Probenlokal Gruttmann. 120 Jahre sind zwar kein echtes Jubiläum, aber Stadt und Sängerkreis sollten stolz auf ihre traditionsreichen Ensembles sein. Jedem Kind ein Instrument zu geben ist schön und wichtig, aber man sollte auch zuhören, wenn die "großen Kinder" Musik machen. JG

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