Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Grabeland vor Gericht

Der Streit um unzulässig bebautes Grabeland beschäftigt nun die Justiz. Präzedenzfall ist ein Einfamilienhaus auf dem Gelände eines ehemaligen Behelfsheims am Emscherpfad in Dorstfeld.

22.08.2007

Der "Bauherr" und Bewohner des idyllischen Heims im Grünen hat inzwischen sowohl die Kündigung für seine Grabeland-Fläche durch den Stadtverband der Gartenvereine als auch die Abrissverfügung für sein Haus durch die Stadt erhalten - und gegen beides Widerspruch bzw. Klage eingelegt.

Ein ehemaliger und inzwischen entlassener Mitarbeiter des Gärtner-Stadtverbandes, der für die Kontrolle der Grabeländer zuständig war, hatte den Stein ins Rollen gebracht. Vergeblich habe er versucht, gegen den Schwarzbau vorzugehen", beklagt er in einem Brief, in dem er erneut schwere Vorwürfe gegen den Vorsitzenden des Stadtverbandes Wilhelm Kallerhoff erhebt. Der habe stets seine schützende Hand über den Grabeland-Pächter gehalten.

Kallerhoff räumte vor Monaten bereits ein, dass es Versäumnisse gab, wies die generelle Kritik des Ex-Mitarbeiters aber u.a. mit Hinweis auf die von der Stadt übernommene unzureichende Buchführung zurück.

Der Geschasste legte nun nach - und zeigte den Stadtverband wegen angeblichen Missbrauchs öffentlicher Fördermittel bei der Bezirksregierung in Arnsberg an. Geld für den Kanalanschluss von Vereinsheimen sei unrechtmäßig auch für den Anschluss einzelner Kleingärten verwendet worden, lautet der Vorwurf. Den konnten die Experten der Bezirksregierung allerdings nicht bestätigen. "Nach unserer Prüfung ist alles ordnungsgemäß verlaufen", erklärte der Sprecher der Arnsberger Behörde, Jari Wieschmann, auf RN-Anfrage.

Der Grabeland-Streit geht in jedem Fall vor Gericht weiter - wobei Stadt und Gärtner-Verband sich allerdings noch um Zuständigkeiten streiten. Obendrein arbeitet die Verwaltung auch noch an einer generellen Übersicht über die Nutzung der Grabeland-Flächen. Denn der Schwarzbau am Emscherpfad soll alles andere als ein Einzelfall sein. Oli

Lesen Sie jetzt