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Großes Interesse am verurteilten Thomas Anders

Gast in Dortmund

Kein Kommentar: Am Freitagmorgen hat das Landgericht Koblenz Thomas Anders bestimmte Passagen aus seinem Buch verboten. Am Nachmittag war Anders in Dortmund zu Gast - zum Gerichtsurteil wollte er aber nichts sagen.

DORTMUND

von Von Daniel Müller

, 04.11.2011
Großes Interesse am verurteilten Thomas Anders

Thomas Anders las ein wenig aus seinem Buch.

Dickes Sakko und ein hochgebundener Schal bis zum Hals: Schon der Kleidungsstil von Thomas Anders verrät, dass der Ex-Modern-Talking-Sänger nicht in Plauderstimmung ist. Am Freitagmorgen verbot das Landgericht Koblenz einige Aussagen aus seiner Autobiografie „100 Prozent Anders“.

Bei einer Signierstunde am Freitagnachmittag in der Thier-Galerie schwieg der Künstler zum Urteil.Dabei ist das Interesse der versammelten Medienschar nach Antworten groß. „Kein Kommentar“, teilt der Manager des Künstlers schon vor der Autogrammstunde mit. Anders hat es eilig. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Center-Management der Thier-Galerie geht es im Eiltempo zum Autogrammbereich in der ersten Etage.Rund 200 Fans warten auf ihren Thomas. Beim Sänger hellt sich die Miene auf, er lächelt, seine weißen Zähne sind zu sehen. Im Blitzlichtgewitter der Fotografen, im Fokus der TV-Kameras, genau dort fühlt sich Thomas Anders nach mehr als 20 Jahren im Showgeschäft immer noch pudelwohl.

Vergessen scheint der Ärger vom Morgen, als seine Ex-Frau Nora vor dem Landgericht recht bekam. Anders muss bestimmte Kritik an seiner Ex-Frau künftig unterlassen, sonst droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 100 000 Euro. Egal. Die Fans feiern ihr Idol.  Während Anders im Akkord Bücher signiert und Fotos macht, reden seine Anhänger. „Ich bin großer Fan und seit 23 Jahren im Thomas Anders-Fanclub. Das Urteil ist mir total egal“, sagt Andrea Albrecht. Ein paar Reihen dahinter steht Simon Nowak: „Seit den Modern-Talking-Jahren bin ich Fan von Thomas Anders. Ich habe auch sein Buch gelesen. Aus meiner Sicht steht da nichts Verwerfliches drin. Ich kann die aktuelle Diskussion um das Buch nicht verstehen.“

  Die Anders-Fans stehen weiter zu ihrem Thomas. Nach einer guten Stunde verschwindet der Künstler, so wie er kam – schweigsam und im Eiltempo.

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