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Grün heißt Stopp

Aplerbeck Der Tunnelweg ist hochfrequentiert. Jogger, Spaziergänger und Kinder nutzen ihn, um in den nahe gelegenen Aplerbecker Wald zu gelangen.

04.12.2007

Grün heißt Stopp

Einige hundert Meter führt er an der Bahntrasse der Ardeybahn entlang. Teilweise keine zwei Meter vom Fußweg entfernt verlaufen die Gleise, die Züge rauschen nur so vorbei.

Dann hatte sich die Deutsche Bahn entschlossen, die schützenden Büsche entlang der Trasse zu roden und plötzlich herrschte auf einem gut 20 Meter langen Abschnitt des Tunnelweges "Alarmstufe Eins". Ein Betreten der Gleise war plötzlich problemlos möglich. "Hier sind immer viele Kinder unterwegs. Muss denn erst etwas passieren?", fragte sich Monika Hannemann, die mit Sohn Frederik und Hund Ashley den Weg des Öfteren für einen Spaziergang nutzt.

2000 Euro

Die Lösung - ein Sicherheitszaun muss her. Die Sache kam Fritz Goersmeyer (Grüne, Foto) zu Ohren und dieser stellte einen Antrag in der Bezirksvertretung. In der Augustsitzung wurde ein Beschluss gefasst, die Summe von 2000 Euro für einen Zaun waren bereitgestellt - und dann begann eine Odyssee durch die Aktenwelt des Katasteramtes. Denn man darf ja nunmal nicht so einfach einen Zaun ins Gelände stellen. Also musste zunächst der Grundstückeigentümer ermittelt werden.

Aber leichter gesagt als getan, denn so richtig wusste niemand, wem das Grundstück gehört. Die Bahn, wie zuerst gedacht, war's nicht. Was diese zunächst selber nicht wusste. "Ich habe bei den Nachforschungen alle Untergliederungen der Deutschen Bahn kennen gelernt", sagte Verwaltungsstellenleiter Ulrich Krüger, der am Ende den Besitzer des etwa 30 Meter langen Flurstückes ausmachen konnte - die Stadt Dortmund.

Katasteramt

"Es war schon beeindruckend, wie selten so eine Flurstück-Nummer beim Katasteramt auftaucht", so Krüger. Nach dem Ermitteln der Besitzrechte ging alles recht schnell.

Das Tiefbauamt (Stadtgrün) nahm sich der Sache an und nun sorgt ein grüner Schutzzaun für die Sicherheit am Tunnelweg. Und da, wo sich jetzt noch kleine Lücken auftun, sollen bald Buschpflanzungen für die nötige Dichte sorgen. jöb

Grün heißt Stopp

<p>Hund Ashley, Frederik Hannemann, Susanne Fiss-Quelle und Monika Hannemann (von links) können wieder unbesorgt ihren Spaziergang in Angriff nehmen, dank des Zaunes. Bauerfeld</p>

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