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Grundstücksstreit vor Gericht

DORTMUND Der seit Jahren schwelende Anwohnerstreit um den geplanten B1-Tunnel hat am Freitag das Landgericht erreicht. Ein Hausbesitzer-Ehepaar aus der Gartenstadt hat die Harpen Beteiligungs GmbH auf Schadenersatz verklagt.

von Von Jörn Hartwich

, 07.12.2007

 

Susanne und Thomas Hock sind sauer. Ende der 90er Jahre hatten sie in der Hugo-Pork-Straße ein Grundstück gekauft und bebaut. Was sie nach eigenen Angaben weder wussten noch ahnten: Sollte die B1 untertunnelt werden, würde direkt an ihrer Gartengrenze eine Einfahrt entstehen (wir berichteten).

 

Erst im Oktober 2005 wollen sie von den Planungen der Stadt Dortmund erfahren haben. Durch Zufall, wie sie sagen. Wütend sind sie vor allem deshalb, weil sie befürchten, dass ihr Grundstück nach dem Bau des Tunnels praktisch keinen Wert mehr hat. Schon heute sei es ihrer Meinung nach rund 150.000 Euro weniger wert. Genau diese Summe haben sie nun auch eingeklagt. Zunächst. Sollten sie gewinnen, fordern sie vollen Wertersatz – rund 400.000 Euro.

Entscheidung vertagt

Die Harpen Beteiligungs GmbH sieht der Klage offenbar gelassen entgegen und beschränkt sich praktisch auf zwei Argumente. Erstens: Die Sache ist verjährt. Zweitens: Sollte sie nicht verjährt sein, dann hätten die Grundstückskäufer trotzdem nicht über die Tunnelplanungen informiert werden müssen. Weil die Planungen damals noch in einem sehr vagen Zustand gewesen wären und als Alternative auch die Verlängerung der A 44 zur Debatte gestanden hätte.

Um über die Klage zu entscheiden, wollen die Richter nun einen weiteren Verhandlungstag ansetzen. Voraussichtlich im Mai oder Juni 2008. Dann soll voraussichtlich auch ein Zuge aus der Stadtverwaltung gehört werden. Die wichtigsten Fragen: Wann haben Susanne und Thomas Hock von den Tunnelplanungen erfahren? Inwieweit hat die Stadt die Harpen GmbH gedrängt, die Grundstückskäufer zu informieren? War Harpen verpflichtet, die Planungen zu offenbaren?

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