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Guter Unterricht - egal an welcher Schule

05.12.2007

Guter Unterricht - egal an welcher Schule

Hörde Die Schulen müssen sich ändern, damit alle Kinder bessere Bildungschancen erhalten. Darin waren sich am Dienstag die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion der SPD im Stadtbezirk Hörde zum Thema Bildung einig.

"Wir müssen den in der Pisa-Studie belegten Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungschancen aufbrechen", fordert die ehemalige NRW-Schulministerin Ute SchäferMonika Landgraf (SPD, Foto 1). Lösungsmöglichkeiten sieht sie in der Einrichtung von Gemeinschaftsschulen, in denen Kinder unterschiedlicher Leistungsstärken mindestens zwei Jahre länger (bis zur 6. Klasse) gemeinsamen Unterricht besuchen. "Ein Modell, von dem sowohl schwächere als auch leistungsstärkere Kinder profitieren", ist sie überzeugt. Unterstützt wird sie von (Foto 2), Vorsitzende der Stadteltern Dortmund: "Die Gemeinschaftsschule ist die einzige Schule, um Kinder individuell zu fördern und das Ranking zwischen Schulen zu beenden." Darüber hinaus hält sie verpflichtende Lehrerfortbildung für dringend nötig. Auch Karin Görtz-Brose, Mitglied der kommunalen Bildungskommission, ist der Meinung, dass die Gemeinschaftsschule der richtige Weg sei, mit dem demographischen Wandel umzugehen und Chancengerechtigkeit in der Bildung zu erreichen.

Die Schulleiter stehen der Frage verhaltener gegenüber. "Wir brauchen keine Systemdebatte, sondern eine Debatte um guten Unterricht - egal in welcher Schule", sagt Manfred Wemhöner, Leiter der Hauptschule Hörde. "Unter gegebenen Rahmenbedingungen das Beste für die Kinder tun", dafür sorgen, dass Menschen Anerkennung finden unabhängig von der Schulform, sieht auch Lothar Ständeke, Leiter des Goethe-Gymnasiums, als vordringliche Aufgabe. Auch Heribert Müller, Leiter der Gutenberg-Realschule, sieht gute Möglichkeiten zur individuellen Förderung im gemeinsamen Unterricht, den Förderlehrer an Regelschulen anbieten.

Zukunftsweisend seien individuelle Förderpläne, wie sie an Förderschulen Alltag seien. Schade nur, dass kein Förderlehrer auf dem Podium saß. het

Guter Unterricht - egal an welcher Schule

Die ehemalige Ministerin für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen, und stellvertretende Parteivorsitzende der NRW-SPD, Ute Schäfer, spricht am Montag (05.03.2007) auf einer Pressekonferenz im Landtag in Düsseldorf. Unter dem Stichpunkt "Unser bildungpolitischer Fahrplan bis zum 25. August 2007" stellte die NRW-SPD die bildungspolitischen Grundsätze der SPD in Nordrhein-Westfalen vor. Sie beinhalten die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und die Einführung einer Gemeinschaftsschule. Foto: Fredrik von Erichsen dpa/lnw +++(c) dpa - Bildfunk+++

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