Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hähnchen dürfen auf den Grill

DORTMUND Ein Hähnchen-Grill an der B 1 in den ehemaligen Räumen des SBB-Restaurants, des früheren Japaners "Edo" und der einstigen Cocktail-Bar Meyer Lansky's führt nicht zum Rückstau auf dem viel befahrenen Westfalendamm. Das Ergebnis eines verkehrstechnischen Gutachtens bedeutet grünes Licht für die Ansiedlung der amerikanischen Hähnchen-Grill-Kette "Kentucky Fried Chicken" (KFC).

von Von Gaby Kolle

, 27.08.2007
Hähnchen dürfen auf den Grill

Aus dem SBB-Restaurant an der B1 wird ein Kentucky Fried Chicken.

Der Stadt, die den US-Imbiss an der B 1 gern verhindert hätte, sind rechtlich die Hände gebunden. Beim ersten Ansiedlungsversuch an der B 1 im Jahr 2001 war KFC noch am Widerstand von Anwohnern, Politik und Verwaltung gescheitert. Per Veränderungssperre wurde der Ausbreitung von Imbiss-Ketten damals ein Riegel vorgeschoben. Die Veränderungssperre galt allerdings nicht für bestehende Gebäude.

Diese Lücke im Ratsbeschluss nutzte ausgerechnet die Stadttochter SBB und köderte für die leer stehende Gastronomie einen Unternehmer mit mehreren KFC-Betrieben. Die Stadt hätte nur eine Handhabe gehabt, wenn der Betreiber hätte an- oder umbauen wollen. Was er nicht will. Nur renovieren.

Beim künftigen KFC an der B 1 wird es auch keinen Autoschalter geben. Die Grundstückszufahrt wird nicht verändert. Die notwendigen 36 Parkplätze sind wie bisher vor der Gaststätte sowie im östlichen Bereich des Grundstücks geplant.

Für eine Mio. will der Betreiber die drei unterschiedlich hohen Gebäudeteile auch gestalterisch behutsam zu einem Betrieb zusammenfassen. Dazu werden die einzelnen Flachdachblenden ausgetauscht und durch einheitliche aluminiumgraue Blenden ersetzt - mit einem umlaufenden Streifen in Rubinrot.

Die zum Westfalendamm ausgerichtete Fensterfront bleibt bestehen und erhält einen graphitgrauen Rahmenanstrich. Einzelne geschlossene Fassadenflächen bekommen Vorsatzverblendungen aus Walnuss-Holz. Die Putzfassaden werden saniert und einheitlich weiß gestrichen.

Hinter der ehemaligen Meyer Lansky Bar ist eine Wandscheibe in einem rubinroten Farbton geplant, die u.a. den schwarzen Werkstatt-Giebel dahinter verdecken soll.

Lesen Sie jetzt