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Hansa Nord: Erst Sanierung, und dann?

HUCKARDE 14,5 Hektar Fläche auf dem nördlichen Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa liegen derzeit brach. Noch. Denn ab Mai beginnt die Sanierung der kontaminierten Flächen.

von Von Arndt Brede

, 06.03.2008

Auf ihnen soll mal ortsteilbezogenes Gewerbe eine Heimat finden. Die Stadt Dortmund versteigt sich sogar im aktuellen Fortschreibungsentwurf zum Integrierten Stadtbezirksentwicklungskonzept (InSEKt) zu folgender Einschätzung: Das Gelände sei die größte Wirtschaftsflächenreserve im Stadtbezirk Huckarde.

Doch bevor das Areal Unternehmen Raum bietet, sich anzusiedeln, muss noch einiges geschehen.

Markus Halfmann, Leiter der Unteren Bodenschutzbehörde, gab den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Huckarde einen schriftlichen Sachstandsbericht zum "Abschlussbetriebsplanverfahren zur Beendigung der Bergaufsicht". Im Rahmen dieses Verfahrens werden die Flächen jetzt saniert.

Für die Bodensanierung seien Maßnahmen wie Abdeckung mit vegetationsfähigem Boden, alternativ mit unbelastetem Wegebaumaterial, alternativ die Befestigung durch Asphalt oder Pflaster, Bodenaustausch, Beseitigung von Bauwerksresten oder auch Entsorgung von Teerölresten geplant, heißt es.

Riegel

Die Grundwassersanierung sieht unter anderem folgendes Procedere vor: Eine Abfangdrainage schiebt sozusagen einen Riegel vor das aus nördlicher Richtung zuströmende, belastete Grundwasser. Es soll nach Vorbehandlung in einer Reinigungsanlage in die städtische Kanalisation fließen.

Auch die Entwässerungsleitung muss saniert werden. Derzeit trete ein Teil des belasteten Grundwassers über schadhafte Stellen in einen ca. 100 Meter langen Abschnitt des Hauptkanals auf dem Kokereigelände ein, heißt es im Bericht. Ein neues Abwasserrohr soll Abhilfe schaffen.

Dieses Maßnahmenpaket laufe ab Mai an, bestätigt Stephan Conrad, Pressesprecher der Montan-Grundstücksgesellschaft mbH (MGG), die für die Flächeneigentümerin RAG das Areal verwaltet. Die Sanierungsmaßnahmen sollen 2010 abgeschlossen sein.

Und dann? "Die Fläche wird derzeit noch nicht als Gewerbefläche benötigt", sagt Conrad, "aber wenn konkrete Anfragen kämen, so dass sich die Entwicklung wirtschaftlich rentieren würde, würde die MGG daran arbeiten."

Wachsames Auge

Was auch die CDU begrüßen würde. Bezirksfraktionssprecher Peter Krause: "Es gibt Bedarf für Gewerbeflächen. Mengeder oder auch Deusener Betriebe, die bisher im Wohngebiet liegen, könnten sich dort ansiedeln." Auf die Sanierung werde die CDU "ein wachsames Auge werfen".

Auch die SPD begrüßt die avisierte Sanierung der Flächen Kokerei Hansa-Nord. Während der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch erklärte Gerhard Hendler, die SPD trete nach wie vor für ein zu entwickelndes Gewerbegebiet Hansa-Nord ein. 

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