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Hayseed Dixie rockte die Bude

Freizeitzentrum West

DORTMUND Was für ein Spaß! Auf der Bühne des Freizeitzentrums West stehen vier Amerikaner, die aussehen wie Holzhacker-Buam auf Camping-Freizeit.

von Von Kai Uwe-Brinkmann

, 15.04.2010
Hayseed Dixie rockte die Bude

Eindrücke vom Hayseed Dixie Konzert im FZW.

Auf den Covern ihrer Alben versuchen sie, Rose Tattoo den Rang als hässlichste Band der Welt abzulaufen. Sie spielen Highspeed-Remmidemmi-Bluegrass, dass die Schwarte kracht. Und betätigen sich als fröhliche Verwurster fremder Hits: Hayseed Dixie drehen AC/DC durch den Wolf, Black Sabbath, KISS und Aerosmith, Status Quo, die Sex Pistols und, jawoll: Mozarts „Kleine Nachtmusik“.

Nicht, dass das „Schanghaien“ von Rocknummern in andere musikalische Idiome neu wäre. Aber Hayseed Dixie spielen ihre Sauf- und Raufmusik mit solch komödiantischem Elan, dass kein Auge trocken bleibt. Wie das Konzert am Mittwoch belegt, besteht die Kaspertruppe aus Vollblutmusikern. An Gitarre, Banjo, Mandoline Akustikbass oder Fiedel hecheln sie im Affenzahn durch ihr Programm.

Nach „Breaking The Law“ (Judas Priest) hört man entgeistertes Kichern im Saal, später nur noch Jubel. „Highway To Hell“, „Black Dog“, „Bohemian Rhapsody“ stilvoll gemeuchelt auf dem Altar von Country, Irish Folk und Squaredance. Köstlich auch die Anekdoten von Frontmann Barley Scotch: Dampfgeplauder mit Witz. Selten so gelacht.