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Hilfe in der Not

26.08.2007

Kleine Briefumschläge sind ein Hoffnungszeichen. Große Umschläge sind schlecht, denn in ihnen werden Bewerbungsunterlagen mit ein paar knappen Worten des Bedauerns zurückgeschickt.

Der Blick in den Postkasten - für viele Arbeitssuchende wird er zu einer täglichen Überwindung. Und nicht nur das - je länger Arbeitslosigkeit andauert, desto mehr wird sie zu einer psychischen Belastung für die Betroffenen. Hoffnungslosigkeit und Selbstzweifel entwickeln sich neben den finanziellen Problemen. "Arbeitslos und Spaß dabei" - wohl kaum.

Beratung macht Mut

Eine Einrichtung, in der Arbeitslose, insbesondere Langzeitarbeitslose, seit mehr als 20 Jahren eine vertrauensvolle Anlaufstelle finden, ist das Arbeitslosenzentrum in Dortmund. Die unabhängige Beratung hilft bei der Orientierung im Dschungel der Gesetze, macht den Betroffenen Mut, eigene Stärken und Fähigkeiten zu erkennen, neue Ziele zu formulieren. Auch die Katholische und Evangelische Kirche in Dortmund sind neben anderen Organisationen im Vorstand des Arbeitslosenzentrums vertreten. Doch die Zukunft dieser unverzichtbaren Hilfeeinrichtung für arbeitslose Menschen ist bedroht. Das NRW-Arbeitsministerium plant im kommenden Jahr die finanzielle Förderung einzustellen, da auch von den zuständigen Behörden Beratung geleistet werde.

Zeichen der Solidarität

Diese ist aber nicht vergleichbar mit den umfangreichen individuellen Hilfen des Arbeitslosenzentrums. Deshalb werden zurzeit in vielen katholischen Kirchengemeinden, aber nicht nur dort, Unterschriften für den Erhalt des Arbeitslosenzentrums gesammelt. Ein Zeichen der Solidarität und ein Versuch, die politischen Entscheidungsträger von der dringenden Notwendigkeit dieser Hilfeeinrichtung für viele Menschen in unserer Stadt zu überzeugen.

Andreas Coersmeier, am 28. Mai 1958 geboren in Paderborn. Coersmeier fungiert als Stadtdechant und Propst der Propsteikirche, ist 1. Repräsentant der Kath. Kirche in Dortmund. E-Mail: propst.coersmeier@kath-centrum.de

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