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Hoffnung aufs Thier-Projekt

DORTMUND Nicht nur die IHK, auch der City-Handel macht Druck in Sachen Thier-Gelände – und zwar für ein neues Einkaufscenter.

von Von Oliver Volmerich

, 09.01.2008
Hoffnung aufs Thier-Projekt

Au dem Thier-Gelände an der Hövelstraße soll ein Einkaufszentrum entstehen.

„Wir müssen am Thier-Gelände endlich voran kommen“, schrieb die City Ring-Vorsitzende Monika Block bei der gestrigen City-Ring-Verleihung an den Architekten Prof. Eckhard Gerber der Politik ins Stammbuch.

Hintergrund der Vorstoßes: Der City-Handel hat Sorge, gegenüber Nachbarstädten ins Hintertreffen zu geraten – nicht zuletzt mit Blick auf ein neues großes Einkaufscenter in der Essener Innenstadt mit mehr als 200 Geschäften. „Die Essener sind uns dicht auf den Fersen. Da sollten sie auch bleiben – nämlich hinter uns“, erklärte Monika Block unter dem Beifall der Gäste im Industrieclub.

Auf den Streit um die von Investor ECE geplante Dimension für das Thier-Einkaufscenter von 38 000 Quadratmetern ging die City-Ring nicht direkt ein. Wie berichtet sehen der Konsultationskreis Einzelhandel als Beratungsgremium für Politik und Verwaltung und der Einzelhandelsverband die Größenordnung kritisch und haben Zweifel an der überregionalen Anziehungskraft des Centers. Monika Block zeigt sich dagegen überzeugt, dass die City durch die zusätzlich angezogene Kaufkraft profitieren könne. Voraussetzung sei, dass die Qualität stimme. „Das Sortiment muss stimmen und die City ergänzen und das Flair muss stimmen. Qualität ist das Zauberwort unserer Zeit“, erklärte die City Ring-Vorsitzende.

"Fakten auf den Tisch"

Nicht zuletzt mit Blick auf die Neuansiedlung von Einzelhandel forderte Block auch endlich Klarheit bei der Entwicklung des Bahnhofs. Das dort noch immer geltende Baurecht aus „3do“-Zeiten, das 36 000 Quadratmeter Handel ermöglicht, erschwert ebenfalls die Planungen für das Thier-Areal. „Wollen wir uns weiter von der Bahn auf der Nase herumtanzen lassen?“ fragte Monika Block und forderte: „Es müssen endlich Fakten auf den Tisch.“

Die Botschaft kam an. Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer verwies in seiner Rede auf laufende Gespräche und die nötige Verlässlichkeit gegenüber Investoren, teilte aber auch die Einschätzung, dass Dortmund auf Entwicklungen in den Nachbarstädten reagieren müsse. „Man muss die Konkurrenzsituation im Ruhrgebiet beachten“, stellte Langemeyer fest

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