Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Horror-Klassiker regte auch die Lachmuskeln an

Märchenhaft waren die Nacht-Vorstellungen in der Naturbühne Hohensyburg oft - in diesem Jahr sind sie grauenhaft. Und das dürfte das junge Ensemble und Regisseur Michael Hahn besonders freuen.

12.08.2007

Horror-Klassiker regte auch die Lachmuskeln an

<p>Bühne und Umgebung erstrahlen oft in blutrotem Licht. Foltynowicz</p>

Am Freitagabend stieg Dracula zum ersten Mal aus seinem Sarg im Syburger Wald. Die von Michael Hahn dramatisierte Fassung lehnt sich an den Gruselklassiker von Bram Stoker an, hat aber viele filmische Elemente. Dies ist Hahns erste Regie - ein großartiges Debüt, das die Qualitäten der Schauspieler und der Freilichtbühne hervorragend nutzt.

In kurze Szenen hat der Theaterpädagoge das zweistündige, aber sehr kurzweilige Stück gegliedert und seiner Inszenierung viel Raum für Lichtstimmungen gegeben. Blutrotes Licht strahlt die Bäume an, Fackeln und Kerzenleuchter illuminieren das Schloss des Monsters, das schnell seine Gestalt verändern kann. Eine vierte, romantische Spielfläche hat Hahn neu links neben dem Publikum eingerichtet.

Kostüme und Bühnenbild entsprechen dem 19. Jahrhundert - auch wenn der Werwolf (Martin Rose) mehr an einen Grimmschen Märchenwolf erinnert als an ein gruselerregendes Tier.

Mario Dörsing ist Dracula - eine Idealbesetzung, weil er mit leichtem Akzent spricht und als dunkler Prinz mit kantigen Gesichtszügen durchaus eine Gestalt zum Verlieben darstellt. Gut besetzt sind neben dem jungen Anwalt Jonathan Harker (Christopher Bauer) auch die weiblichen Rollen mit Marylin Pardo als Mina und Nicola Schubert als Lucy. Szenenapplaus gab's bei der umjubelten Premiere auch für Elisabeth Polduwe als Seward und Britta Diedrich als Van Helsing. Zigeunerinnen und Vampirbräute beleben die Bühne und kitzeln den Witz, den das nachtromantische Gruselstück auch hat, hervor.

Die Schlacht am Schluss erinnerte ein wenig an einen Kampf gegen den dunklen Lord bei Harry Potter - effektvoll hat Hahn das Finale in Szene gesetzt. Bis 8. September liegt ab 21 Uhr noch ein Fluch über dem Syburger Wald - auch bei der Theaternacht am 25. August.

Gebissen wurden die Zuschauer übrigens auch: von reichlich Mücken. Julia Gaß

Karten: Tel. 774310

www.naturbuehne.de

Horror-Klassiker regte auch die Lachmuskeln an

<p>Mit "Dracula" nach Bram Stoker gelang Michael Hahn am Freitagabend ein umjubeltes Regie-Debüt. Foltynowicz</p>

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt