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"Ich wollte niemanden töten"

09.10.2007

Im Prozess um den gescheiterten mutmaßlichen Mordanschlag auf einen Türsteher der Diskothek "Rush Hour" in der östlichen Innenstadt hat sich der Angeklagte (30) gestern erstmals zur Sache geäußert. "Ich hatte nie die Absicht, einen Menschen zu verletzen oder gar zu töten", ließ der Disco-Gast von seinem Verteidiger Matthias Meier vorlesen.

Hintergrund: Am 25. März hatte der Angeklagte, der kurz zuvor aus der Disco geworfen worden war, mit einer Waffe auf Türsteher Dzou Dobraz gezielt und zweimal abgedrückt. Wie durch ein Wunder löste sich kein Schuss. "Wenn alles normal gelaufen wäre, wäre ich heute nicht hier", sagte Dobraz gestern als Zeuge aus.

Während auch der Vorsitzende Richter Wolfgang Meyer feststellte: "Es war wirklich Zufall, dass sie überlebt haben", tat der Angeklagte alles, um den Vorfall herunterzuspielen. Glaubt man dem 30-Jährigen, dann wusste er damals genau, dass die Waffe nicht funktionieren würde. Ein Probe-Schuss hatte ihm dies angeblich schon Tage vorher gezeigt.

Außerdem glaubte der Angeklagte seinerzeit angeblich, dass es sich bei dem Modell um eine Gaspistole handelte. Dies habe ihm jedenfalls der eigentliche Besitzer, ein flüchtiger Bekannter namens Murat, so erzählt. Fazit: "Ich wollte den Türstehern damals einen gehörigen Schrecken einjagen, deshalb habe ich abgedrückt."

Für Dzou Dobraz hört sich dies anscheinend alles wie eine Ausrede an. "Ich habe gesehen, wie verwundert er war, als die Waffe nicht funktionierte", erinnerte sich der Zeuge gestern. Für ihn steht fest: "Er wollte mich töten. So etwas steckt man nicht so leicht weg." von

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