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Illegales Bordell ausgehoben

DORTMUND Ein illegal betriebenes Bordell in der Nordstadt musste am Donnerstag nach einem Besuch des Ordnungsamtes seine Pforten schließen. Der Betreiber erhielt eine Anzeige, drei Frauen wurden überprüft. Alle vier sind Chinesen. Außerdem hielt sich zum Zeitpunkt der Razzia ein sechsjähriger Junge mit seiner Mutter in dem Bordell auf.

von Von Jörg Heckenkamp

, 31.08.2007

Ordnungsamt und Jugendamt unternahmen am Donnerstag gemeinsam die Razzia in dem Betrieb an der Holsteiner Straße in der Nordstadt. Der Tipp kam von Anwohnern.

Leicht bekleidet

Als die Fahnder an der Wohnungstür geklingelt hatten, bestanden kaum noch Zweifel: Eine leicht bekleidete Dame ließ die Beamten ein. Die Ausstattung und andere Anzeichen in der dreieinhalb Zimmer-Wohnung bestätigten den Eindruck, dass in diesem Mehrfamilienhaus ein illegales Bordell seine Pforte geöffnet hatte. Da sich die Anlage innerhalb des Sperrbezirkes befindet, erhielt der Betreiber eine entsprechende Anzeige. Die Kontrollöre entdeckten zudem einen sechsjährigen Jungen, der sich mit seiner Mutter dort aufhielt. Das Kind kam sofort in die Obhut des Jugendamtes. Offenbar hielt sich keine der Chinesinnen im Alter von 33 bis 43 Jahre illegal in Deutschland auf.

Vorgeschichte

Bereits vor gut einem Jahr ist die Behörde massiv an der Holsteiner Straße gegen illegale Bordellbetriebe vorgegangen, allerdings etwas entfernt von dem jetzigen Haus. Ortwin Schäfer, Leiter des Ordnungsamtes:  "Damals waren schließlich drei Mehrfamilienhäuser in Bordelle umgewandelt worden." Nach und nach zogen Prostituierte in die Wohnungen, die angestammten Mieter suchten das Weite. "Wir haben dort viel Arbeit reingesteckt, um diese Entwicklung zu stoppen", sagt Schäfer. Deshalb sei das Ordnungsamt sofort hellhörig und tätig geworden, als jetzt ein Hinweis auf eine erneute Prostituierten-Wohnung in dieser Gegend einging.

 

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