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Immer ein Lichtblick

Über viele Jahrzehnte prägte Otto Bahrenburg das künstlerische Leben in Dortmund. Am 4. Januar wäre der Mitbegründer der "Dortmunder Gruppe" 100 Jahre alt geworden. Das Torhaus Rombergpark zeigt eine Werkschau.

17.01.2008

In den letzten Jahren war es still um den Dortmunder Künstler, der 1997 kurz vor seinem 90. Geburtstag starb. In der gemeinsamen Wohnung im Althoffblock, in der seine Frau Hanny Bahrenburg nach wie vor lebt, ist sein Werk aber vielfach präsent. Weshalb es für die Witwe ein Leichtes war, zum 100ten aus ihrem reichen Fundus gleich zwei Ausstellung zusammenzustellen; parallel zu der Werkschau im Torhaus zeigt nämlich der Nachbarschaftstreff im Althoffblock, Steubenstraße 16, eine Auswahl an Bildern.

Viele ehemalige Schüler freuen sich über die Wiederbegegnung mit dem Dortmunder, der 40 Jahre lang an der Volkshochschule Malerei lehrte. "Er war sehr beliebt", erzählt Hanny Bahrenburg. Er selbst studierte an der Kunstgewerbeschule Dortmund und an der Kunstakademie Düsseldorf. 1956 gründete er die Künstlervereinigung "Dortmunder Gruppe" mit, der er 25 Jahre lang als Vorsitzender und später als Ehrenvorsitzender angehörte.

Im Torhaus sind Bahrenburg-Bilder aus vier Jahrzehnten zu sehen, angefangen mit einem Porträt von seinem Vater aus dem Jahr 1948 bis zur "Aktion Rot", einem vierteiligen Werk von 1982, das eine raumgreifende rote Spiralform zeigt. "Eigentlich war Blau seine Lieblingsfarbe", sagt die Witwe. Aber das blaue Bild, das sie ausgewählt hatte, passt nicht durch das schmale Torhaus-Treppenhaus.

Ihr Lieblingsbild der Ausstellung ist das kathedralenhafte Werk "Neue Dimension" (1978). Es zeigt wie viele der Bilder architektonische Formen, die früheren allerdings wirken sehr viel düsterer. "Sie entstanden unter dem Eindruck der Trümmer in Dortmund", sagt Hanny Bahrenburg. "Doch er malte immer einen Lichtblick dahinter." Susanne Riese

Bis 10.2. im Torhaus (Di-Sa 14-18 Uhr, So 10-18 Uhr), Eröffnung So (20.1.), 11 Uhr.

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