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In 75 Jahren nur vier Vereins-Vorsitzende

22.10.2007

Berghofen 75 Jahre nach der ersten Lokalschau des Kaninchenzuchtvereins "Volkswohl W 158 Sölde" blickten die Vereinsmitglieder am Wochenende auf eine abwechslungsreiche Historie zurück.

Den Anfang machte der Kaninchenhalter Hans Normann an der Pekingstraße in Schüren im Jahr 1932. Heißen sollte der Verein "Gut Glück" - das heute übliche Nummernsystem war damals noch nicht eingeführt.

Im Frühjahr 1933 trafen sich schließlich so viele Interessenten in der Gaststätte Wellinghoff, dass die Mitglieder einem Vorschlag des neuen Züchters Kirschtowski folgten und auf einer Schonung eine Kaninchenanlage einrichteten. Die Pacht betrug drei Mark - pro Jahr.

Stetig wachsend

Der steig wachsende und immer bekannter werdende Verein erhielt nach wenigen Monaten (1934) die Nummer W 156. Sogar Zuchtvereine aus dem Rheinland besichtigten die Freianlage, die der Verpächter, Direktor Dieter Knepper von der Zechenverwaltung Lothringen AG, oft unterstützte.

Die liebevoll aufgebaute und in Züchterkreisen beachtete Freianlage wurde im Krieg jedoch zerstört, so dass der Verein unter der neuen Nummer "W 63" in Schüren bei Null anfangen musste. Schnell blühte das Vereinsleben wieder auf.

Vandalismus

Bis Mitte der 90er Jahre war die nach dem Krieg wieder aufgebaute Freianlage für alle Bürger zugänglich. Auftrieb erhielt die Anlage durch den Aufbau einer Jugendgruppe 1983 / 1984. Diebstähle und Vandalismus veranlassten die Züchter jedoch, die Anlage teilweise zu schließen.

Auf der Jubiläumsveranstaltung am Samstag blickten die Mitglieder stolz auch auf die Kontinuität zurück. So führten lediglich vier Vorsitzende die Geschicke des Vereins, der heute "Volkswohl W 158 Sölde" heißt. Vorsitzende waren Wilhelm Thiemann (1932), Fritz Heimplatz (1968), Horst Friese (1980) und Reiner Zweihoff (1994).

Bekannt sind die Sölder Züchter auch heute noch. Das Vereinsheim an der Kohlensiepenstraße in Schüren ist Ausgangspunkt für die Teilnahme an Landes- und Bundesausstellungen.

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