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Industrieumsatz boomt

Die NRW-Industrie boomt. Und Dortmund führt dabei die prozentuale Umsatzhitparade an.

04.10.2007

Um satte 33,6% ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum explodiert und liegt jetzt bei 3,2 Milliarden Euro. Daran hat das Geschäft mit dem Ausland einen Anteil von über zwei Dritteln (68,2%), auch das der Spitzenwert in NRW.

Für Thomas Ellerkamp (1. Foto), stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, sind diese Zahlen ein Beleg dafür, "dass die Firmen den Strukturwandel hinter sich gelassen haben". Bereits 2006 hatte die Wirtschaftsförderung nach Rückgängen und Stagnation in den Vorjahren einen Zuwachs an 600 Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe registriert.

"Die Statistik deckt sich mit unseren Beobachtungen", so Ellerkamp und verweist auf die jüngsten Meldungen über Produktionserweiterungen u.a. beim Pumpenhersteller Wilo wie beim Anlagenbauer KHS.

Dass Dortmund den Rest des Landes ziemlich deutlich abhängt, erklärt sich der Experte damit, dass die heimischen Firmen stark auf Produktions- und weniger auf Konsumgüter wie etwa Autos fokussiert sind.

So ganz ins Bild passt allerdings nicht, dass bei dem Umsatzboom die Zahl der Beschäftigten nur um ein Prozent angezogen hat. Ellerkamp hat dafür zwei mögliche Erklärungen: Zum einen seien vielleicht in der Vergangenheit aufgrund der schwächelnden Konjunktur die Maschinen nicht voll ausgelastet gewesen. Zum zweiten könnte er sich vorstellen, dass sich die Firmen bisher bei Personaldienstleistern die Mitarbeiter besorgt haben. Sollte der Aufwärtstrend anhalten, werde sicherlich auch Personal fest eingestellt.

Dass Dortmund bei den absoluten Umsatzzahlen dem Nachbarn Bochum gnadenlos hinterherhinkt, ist für Ellerkamp nicht verwunderlich: "Die haben Thyssen und Opel, das sind Volumenbringer."

In "Jubelarien" will C laus-Dieter Weibert (Foto) nicht gleich einstimmen, obgleich der Trend ohne Zweifel positiv sei. "Bei unterjährigen Statistiken sollte man immer vorsichtig sein. Am Ende des Jahres kann das ganz anders aussehen", so der stellvertretende Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer. Nichtsdestotrotz sei es sicherlich so, dass von den Anlagenbauern gute Nachrichten kämen und es viele heimische Industrieunternehmen gebe, die im Export stark aufgestellt seien. Bettina Kiwitt

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