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Intermodellbau zeigt technische Neuerungen

Westfalenhallen

DORTMUND Der Wirklichkeit wieder ein Stückchen näher: Kleine Plastikfiguren, die Holz hacken, Teppich klopfen oder sägen, können Modellbaufans jetzt auch hören. Auch in diesem Jahr setzt die Fachmesse „Intermodellbau“ in Dortmund auf technischen Fortschritt.

von dpa

, 13.04.2010
Intermodellbau zeigt technische Neuerungen

Modellflugzeuge, im Vordergrund eine F-16 Militärmaschine mit einer Spannweite von 1,80 Metern.

Vom 14. bis zum 18. April gibt es in den acht Messehallen etwa Flugvorführungen, eine Mini-Car-Rennbahn, ein 400 Quadratmeter großes Becken für Schiffsmodelle und Vorführflächen für Mini-Trucks. Rund 90.000 Besucher werden erwartet, wie die Westfalenhallen Dortmund am Dienstag mitteilten. Insgesamt sind 554 Unternehmen und Verbände aus 17 Ländern mit Ständen und Sonderschauen vertreten. Erstmalig wird die Schiffsmodellbau-Weltmeisterschaft auf dem Messe-Gelände ausgetragen. „Es nehmen 260 Modelle an der Meisterschaft teil“, sagt Dieter Matysik von „nauticus e.V.“, dem deutschen Dachverband für Schiffsmodellbau und Schiffsmodellsport.

Bei der Bewertung komme es darauf an, wie präzise ein Modell nachgebaut worden ist. „Viele Mini-Schiffe sind nicht mehr als Modellbau zu bezeichnen, sondern als Kunst.“ Bewertet werden sieben Kategorien, unter anderem Papiermodelle, Plastikbausätze oder Motormodelle.  Die Firma „Fine Models“ stellt die amerikanische Dampflok „Big Boy“ im Maßstab 1:16 aus Messing vor. Sie ist in Handarbeit gefertigt, besteht 4000 Einzelteilen, die von 3600 Nieten zusammengehalten werden. „Zwei Jahre lang haben fünf Bauer in Korea an diesem Modell gearbeitet“, sagt Importeur Eui Nam Kim.

Die Messing-Lok wiegt 115 Kilo, der Tender weitere 30 Kilo. „Für den Transport mit dem Schiff nach Deutschland wurde die Bahn in eine Holzkiste geschraubt“. Modellbauer Rolf Böhm aus Recklinghausen schuf innerhalb von zehn Jahren eine 30 Meter lange Modellanlage mit Ausschnitten aus dem Ruhrgebiet. Passend zum Jahr der Kulturhauptstadt präsentiert er das Fördergerüst 2 der Zeche Zollverein in Essen im Maßstab 1:560. „Das Modell ist per Laser in Form gespritzt worden. Dieses Verfahren wurde erstmalig angewandt.“ Der 55-jährige liebt die Kreativität des Modellbaus. „Ich lebe mit meinem Modelle“, sagt er. Und das schon lange: Bereits im Alter von fünf Jahren baute er seine ersten Modelle.