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Interview mit Veranstalter Nikolaus Schär

19. Mayday

DORTMUND Am Freitag verwandelt sich Dortmund für eine Nacht in die Techno-Hauptstadt Deutschlands. Die 19. Auflage der Mayday in diesem Jahr soll wieder 25.000 Raver locken. Daniel Müller sprach mit Nikolaus Schär (49), Geschäftsführer des Veranstalters i-Motion.

von Von Daniel Müller

, 26.04.2010
Interview mit Veranstalter Nikolaus Schär

: Nervös sind wir nicht. Im Team laufen die letzten Vorbereitungen. Am Dienstag wird der letzte LKW mit der Technik beladen. Unser Leitsatz ist: Wer seine Hausaufgaben gründlich macht, der braucht die Prüfung nicht zu fürchten.

: Wir setzen uns immer im Oktober/November zusammen und überlegen uns eine neues Motto. Das hat schon Tradition. In diesem Jahr sollen die Mayday den 1. Mai „zu deinem Tag machen“. Es ist alles angerichtet für eine große Party.

: Wir organisieren die Mayday erst seit 2007. Die drei Jahre davor waren wirklich nicht überragend. Der damalige Veranstalter setzte auf ein eigenwilliges DJ Line-Up. Durch ein neues Musikkonzept konnten wir den negativen Trend stoppen.

Die Loveparade ist ein großes Event. Dahinter steckt aber auch ein extremer Kostenfaktor. Dafür braucht man starke Sponsoren. Wir haben intern kurz über ein mögliches Engagement diskutiert, diesen Gedanken aber schnell verworfen. Ich persönlich freue mich aber, dass die Loveparade 2010 stattfindet.

Nein. Aber wir wollen viele Sparten abdecken. Gerade im Bereich Hardstyle und Hardcore kommt man um Künstler aus Holland nicht herum.

: Wir bekommen für den ersten DJ 500 Euro, für jeden weiteren sind es 250 Euro. Das ist sicherlich ein netter Nebeneffekt. Aber im Vordergrund stehen die Fähigkeiten der Künstler.

: Dortmund ist mit Abstand das größte Event. Danach folgt Polen mit 15.000 Besuchern. Damit haben wir für die Mayday in Dortmund auch das größte Budget zur Verfügung. Dies investieren wir in eine aufwändige Lichttechnik. Beim Party-Publikum gibt es keine großen Unterschiede. Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr bereiten sich auf einen Großkampf-Tag vor.

Wir führen offene Gespräche. Vor zwei Wochen gab es einen runden Tisch mit den Dortmunder Behörden. Ich möchte aber mal festhalten, dass die Mayday eine friedliche Party ist. Es gibt keine Alkohol-Exzesse. Und auch Pauschale-Aussagen, dass wir eine Drogen-Party seien, sind Blödsinn. Das ist ein gesellschaftliches Problem und kein Mayday-Problem. Wir werden intensive Kontrolle am Eingang durchführen. Auch verdeckte Ermittler sind im Einsatz. Wir wollen vor allem das Dealen verhindern. Das hat höchste Priorität.

: Wir werden einen fünften Floor einrichten, aber nicht im Stadion. Open-Air ist Ende April auch relativ schwierig. Der fünfte Bereich soll dann unter dem Motto „20 Jahre Mayday“ stehen. Hier sollen dann Künstler aus den Anfangsjahren für Stimmung sorgen. Das wird sozusagen eine Klassik-Party auf der Mayday. 

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