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Jetzt hat auch "Stumpen-Rudi" seinen Stein

BVB-Walk of Fame

DORTMUND Gunar Preidt hat ein glänzendes Gedächtnis. Als 11-Jähriger, so erinnert er sich, hat er seinem Idol Rudi Assauer erstmals die Hand geschüttelt – 44 Jahre später sponsert er den Walk of Fame-Stern von „Stumpen-Rudi“.

von Von Hermann Beckfeld

, 09.04.2010
Jetzt hat auch "Stumpen-Rudi" seinen Stein

Gunar Preidt, Rudi Assauer und, Werner Hansch bei der Steinverlegung vor dem Dortmunder Rathaus.

Der jüngste Spieler des Europapokalsiegers von 1966 ließ die Zigarre qualmen, als unsere beide Handwerker seinen Stein auf der Prinzenstraße am Rathaus im Boden versenkten. Und natürlich hatte der Ex-Manager von Schalke, gewohnt ehrlich und schlagfertig, viel zu erzählen. Von den letzten Minuten vor dem Anpfiff des Finales in Glasgow, als ihm Spielführer Aki Schmidt drohte: ’Asi, ich trete dich in den A... , wenn du heute einen Fehlpass machst.‘ „Sicherheitshalber hat er mich dann direkt getreten, damit ich wusste, wie weh das tut“, schmunzelt der damals 18-Jährige. Es hat der Freundschaft zwischen ihm und Aki nicht geschadet. „Wir telefonieren regelmäßig und treffen uns auch“, so Assauer, der sich gern an seine Dortmunder Zeit erinnert. „Besonders Timo Konietzka hat sich um mich gekümmert und seien Frau hat mir sogar angeboten, bei ihnen zu wohnen.“ Gunar Preidt ist froh, dass er sich den Assauer-Stern sichern konnte. „Ich wollte unbedingt einen Spieler der tollen Mannschaft, die im Hampden Park den FC Liverpool mit 2:1 besiegte. Und dass es der Stein von Rudi Assauer wurde, ist umso besser. Er hat viel für den BVB und die Bundesliga getan.“ Der Dauerkartenbesitzer, in Diez an der Lahn, ein erfolgreicher Geschäftsmann, hob hervor, dass Rudi die Borussia nur verlassen hatte, weil der Verein klamm war. „Wir brauchten doch damals jeden Pfennig.“ Er denkt noch gern an die erfolgreichen Europapokalzeiten zurück. „Das waren Super-Spiele, und ich stand am Borsigplatz, als sich die Truppe in roten Cabrios kutschieren ließ.“

Um seine Idole trainieren zu sehen, eilte Steppke Gunar direkt nach der Schule zum Platz. „Die Hausaufgaben habe ich dann erst später gemacht, geschadet hat es mir ja nicht.“ Dass sein Stern-Star ein bekennender Schalker ist, macht dem kaufmännischen Leiter eines großen Unternehmens nichts aus. „Mehr als mit Borussia Europapokalsieger zu werden, kann man nicht erreichen. Und als Manager fand ich seine direkte Art immer großartig.“ Werner Hansch, die Stimme des Revierfußballs und Rudis Freund, konnte sich einen Scherz nicht verkneifen. „Rudi, du hast einen ganz besonderen Stein. Die älteren Anhänger werden sich gerne an dich und deine Spielweise erinnern. Die jüngeren Fans, die dich nur als Schalker kennen, können den Stern mit Füßen treten.“ Der 65-Jährige, konterstark. „Ach, Hansch, du bist doch nur neidisch und hast vom Fußball keine Ahnung. Du glaubst doch immer noch, dass ein Frosch im Ball ist.“