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Jugendamt: Kind nicht bei der Mutter

10.12.2007

Jugendamt: Kind nicht bei der Mutter

"Das Kind ist zurzeit nicht bei der Mutter", antwortete gestern Bodo Weirauch (Foto), Abteilungsleiter für Erziehungshilfen im Jugendamt, zum Vorwurf der Hagener Immobilien-Verwaltung. Die Firma Still beschuldigt das Amt, untätig geblieben zu sein nach ihrer Anzeige wegen Kindesverwahrlosung in einer Wohnung am Lindentalweg. Weirauch: "Mit dem Einverständnis der Mutter ist das Kind bei Verwandten untergekommen."

Martina Still reagierte verärgert auf die Nachricht: "Der Junge ist bei den Großeltern im gleichen Haus." Auch über die Schwiegereltern der Kindesmutter soll es Angaben geben, u. a. von Nachbarn, die nicht gerade den Eindruck erweckten, hier sei das Kind in Obhut.

Der Jugendhilfsdienst überlege, mittelfristig eine andere Lösung zu finden, so der Abteilungsleiter. Und noch drei Aussagen von ihm: "Diese Familie braucht Hilfe", ferner "Kinderschutz hat oberste Priorität, wir müssen aber auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel achten."

Bodo Weirauch rechnet für dieses Jahr mit mehr als 800 Kindern und Jugendlichen, die "in Obhut genommen" werden müssen. 2006 waren es 756. "Das heißt, Wegnahme von den Eltern, auch gegen ihren Willen", so Weirauch. Mindestens drei Viertel aller Verdachtsfälle würden dem Amt von außerhalb gemeldet, z. B. von Nachbarn, Verwandten oder eben Wohnungsverwaltern. bö

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