Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kälteeinbruch in die Freundschaft

11.12.2007

Kälteeinbruch in die Freundschaft

<p>Greta (Julia Jochmann) und Kay (Remo Hofer) finden sich, die Schneekönigin (Tanja Hellwig) wendet sich ab. Foto Worms</p>

Die "Schneekönigin" - es geht um Freundschaft, Liebe und die Verführung durch das Unerreichbare.

"Spielräume" inszeniert das vielschichtige Werk Andersens als ernstes Theatermärchen für Erwachsene, mit trickreichem Bühnenbild und viel Platz für das improvisationsreiche Spiel des jungen Ensembles. Am Samstag hatte das Stück in der Pauluskirche Premiere.

Als Kay der Schneekönigin zum ersten Mal gegenübersteht, ist er verängstigt und fasziniert zugleich. In kaltes Licht getaucht, bietet sie ihm die Hand. Zögernd, wie in Zeitlupe, tastet er danach, berührt sie und fährt schreiend vor Schmerz zurück. Noch einmal fasst er hin - und ist ihr verfallen.

Auf seine plötzliche Kaltherzigkeit reagiert Freundin Greta erst mit Unverständnis. Doch als er mitten im Winter verschwindet, macht sie sich auf eine lange Suche.

Regisseurin Alexandra Gerull behält die Vielschichtigkeit der Märchenvorlage bei. Die spielerisch scharf konturierten Szenen erzählen nur den Moment, lassen Unwichtigeres beiseite und heben die Figuren umso klarer, manchmal fast abstrakt, hervor.

Passend das Bühnenbild: Einer ewigen Eisschicht gleich bedeckt milchige Plastikplane den Bühnenboden. Eine viergliedrige Wand wird, je nach Stellung, zum Zimmer, zur Fensterfront, zur Saalwand. Das sparsame, wandlungsfähige Bühnenbild (Gestaltung: Studierende der Fachhochschule Lippe und Höxter) bildet den Schauspielern ein weites Podest.

Tanja Hellwig (Schneekönigin), Julia Jochmann (Greta) und Remo Hofer (Kay) nutzen den großzügigen Platz gründlich, geben jeder Geste ihren Raum und jedem Satz seine Zeit. Improvisierte Szenen fügen sich ein und verstärken die traumartige Eindringlichkeit. tag

Nächster Termin: 15.12., 20 Uhr, Wichern, Stollenstraße 36.

Lesen Sie jetzt