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Kein Haus am Gartenzaun

Schüren Schöne lang gezogene Gärten, von Bäumen und Sträuchern umrahmt. Das Hinterland zwischen der Schüruferstraße, Erlenbachstraße und Nagelpötchen ist ein grüne Oase zum Wohlfühlen.

12.12.2007

Kein Haus am Gartenzaun

<p>Zwischen Schüruferstraße, Erlenbachstraße und dem Nagelpötchen soll auf der Fläche einer ehemaligen Gärtnerei ein Neubaugebiet entstehen. Bauerfeld</p>

Mit der Ruhe und dem in langen Jahren gewachsenen Siedlungscharakter soll es aber bald vorbei sein, wenn es nach dem Ausschuss für Umwelt, Stadtegestaltung und Wohnen geht. Denn es soll gebaut werden im Hinterland. Vom Nagelpötchen wird dann eine neue Stichstraße das Gelände erschließen. Auf der gut 6700 m² großen Fläche, auf der heute noch Tannenbäume wachsen, sind 15 bis 20 Wohneinheiten geplant. Sehr zum Unwillen vieler Anwohner. "Es kann nicht sein, dass plötzlich Hinterland bebaut werden darf", sagt Günter Hagedorn, dessen Garten direkt an das geplante Neubaugebiet anschließt. "Es sind Häuser mit einer Firsthöhe von 10 Metern geplant. Das gibt es hier in der näheren Umgebung bisher überhaupt nicht." Eine Beschattung der Grundstücke wird befürchtet, zumal ein erster Planungsentwurf die Neubauten nah an den Grundstücksgrenzen vorsieht.

Auch das erhöhte Verkehrsaufkommen in der Straße Nagelpötchen (hier soll die Zufahrt entstehen) macht den Anwohner Sorgen. Fehlender Parkraum, schlechter Straßenzustand - zudem "gibt es kaum Parkmöglichkeiten, auch nicht in der weiteren Planung", sagt Anwohner Rüdiger Pelzer. Um die drohende Bebauung abzuwenden, haben sich die Anwohner zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und Unterschriften gegen den Bebauungsplan AP 205 (Nagelpötchen) gesammelt und den Bezirksvertretern übergeben.

"Wir werden weiter darum kämpfen, dass hier kein Neubaugebiet entsteht", sagt Günter Hagedorn. So will die Interessengemeinschaft die nächste Offenlegung des Bauplanentwurfs abwarten und Widerspruch einlegen. Und falls dieser kein Gehör findet, käme sogar ein Gang vor Gericht in Betracht. jöb

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