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Klinikum: Ärzte wollen nicht verhandeln

DORTMUND Die Ärzte wollen nicht mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW über einen Notlagentarifvertrag für das finanziell angeschlagene Klinikum verhandeln.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 07.12.2007
Klinikum: Ärzte wollen nicht verhandeln

Der Gutachter zeigt Wege auf, wie das Klinkum zu retten ist.

"Gehaltskürzungen werden das Klinikum Dortmund nicht retten können!" - zu diesem Schluss ist die Ärztegewerkschaft Marburger Bund nach ihrer jüngsten Vorstandssitzung gekommen.  "Es wäre Betrug an allen Beschäftigten, wenn wir zustimmen würden, die Gehälter abzusenken", so die Vorsitzenden Rudolf Henke und Prof. Dr. Ingo Flenker. Beide sprechen von einem "Erosionsprozess".

  Während die Nachricht vom Helios-Übernahme-Angebot bei der Kommunal-Gewerkschaft Komba „einschlug wie eine Bombe“, so ein Sprecher, und verdi nun doch eine Tarifkommission bilden wird, geht der Marburger Bund auf Abstand. Die Ärztegemeinschaft meint: Gerade eine Klinik in Not müsse in der Lage sein, hoch qualifizierte Ärzte halten zu können, um dadurch besser aufgestellt zu sein als benachbarte Krankenhäuser.

Nur mit verbesserten Leistungszahlen lasse sich ein Krankenhaus erfolgreich aus seiner Notlage heraus sanieren. Dagegen sei aber für das bundesweit zweitgrößte kommunale Krankenhaus auch drei Jahre nach dem Abschluss des Zukunftabkommens noch immer kein tragfähiges Konzept zu erkennen. Mit einem Notlagentarif-Vertrag ließen sich maximal nochmals zwei Jahre überbrücken.

Privaten Krankenhaus-Betreibern wie Helios steht der Bund offen gegenüber: „Wir sind nicht besorgt, wenn sich der Rat der Stadt für eine Privatisierung des Klinikums entscheiden sollte.“

Gestern tagte der Aufsichtsrat des Klinikums, am Donnerstag soll der Rat entscheiden über die knapp 20-Mio.-Euro-Finanzspritze zum geplanten OP-Zentrum. Aus dem Aufsichtsrat waren gestern Durchhalte-Parolen zu hören und der Appell – gerade an die Belegschaft – jetzt nicht auf halbem Wege kehrt zu machen.

  

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