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Kneipen-Konzert-Kultur

Das Jahr geht dem Ende zu. Musikalisch hinterlässt es einige Höhepunkte, neue Entwicklungen und Ideen - aber vor allem lässt es nach vorne schauen.

26.12.2007

Kneipen-Konzert-Kultur

<p>Das HappyHappyDingDong (hier ein Auftritt von "Cruzified Barbara" aus Schweden) macht es vor: Konzerte im Kneipen-Ambiente kommen immer besser an. Stahlschmidt</p>

Denn 2008 geht es in eine weitere Runde der "Stadt der Musik". Z. B. hat eben noch der Visions Verlag ein Sonderheft "Galore" über Dortmund präsentiert. Hat eine Studie zur Musikwirtschaft aufgezeigt, welches Potenzial in unserer Stadt steckt. Hat sich das Projekt Music Mall als Marke und zukunftsfähige Idee entwickelt.

Der Blick ins nächste Jahr macht noch mehr Freude. Das FZW bekommt eine neue Heimat, es soll Public Viewing und Live-Musik während der Europameisterschaft auf dem Friedensplatz geben, die Loveparade wird Dortmund vier Tage in eine große tanzende Party verwandeln. Mehr und mehr wird sich die Stadt in die Herzen der Musikfans spielen, ohne Klischees oder Spartenstreit - so ist zu hoffen. Zumal auch das Projekt Kulturhauptstadt 2010 seine Schatten - besser sein strahlendes Licht - vorauswirft und musikalisch ebenfalls einiges zu bieten haben dürfte.

Doch neben den großen Ideen, Projekten oder Institutionen gibt es auch an der Basis viel Bewegung. Musikvereine und Verbände arbeiten nach vielen Jahren zusammen, regelmäßige Workshops bieten jungen Musikern Informationen, neue Clubs formieren sich in der Szene. Die Live-Kultur findet neue Standbeine.

Letzteres zeigt einen interessanten Trend, den andere Ruhrgebietsstädte mit uns nicht teilen. Dortmund scheint sich so langsam zum Zentrum der Kneipenkonzerte im Ruhrgebiet zu entwickeln. Während in anderen Ruhrgebietsstädten scheinbar noch Verwaltungen damit beschäftigt sind, eine echte Kneipenkonzert-Szene im Keime zu ersticken, gibt es bei uns eine positive Entwicklung.

Neben dem "HappyHappyDingDong" mit seinen wöchentlichen Konzerten wird auch die "Q-Bar" im Januar und Februar wieder mit Live-Musik auffahren. Die "Kaktusfarm" mit ihren Konzerten hat sich gefestigt, im "Trödler" gibt es seit neustem eine regelmäßige Live-Bühne, und das "Herberts?" am Vinckeplatz wird ab Februar wöchentliche Jazz präsentieren.

Somit scheint eines für 2008 klar zu sein: Musik ist Teil einer Stadtentwicklung, ist Wirtschaftspotenzial, ist Kultur und Verständigung und vor allem Lebensfreude und losgelöst von Alter oder sozialer Herkunft Spaß.

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