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Knoblauch kontra Krebs

DORTMUND Eine gesunde Ernährung kann keinen Krebs heilen. Aber: Die richtigen Lebensmittel, wie Broccoli, Knoblauch oder Zwiebeln, können bestimmten Krebs-Arten vorbeugen. Wer sich dazu noch ausreichend bewegt, wenig Alkohol trinkt und gar nicht raucht, kann sein Krebs-Krankheits-Risiko deutlich minimieren.

von Von Jörg Heckenkamp

, 05.12.2007
Knoblauch kontra Krebs

Der Onkologe Dr. Volker Hagen referierte vor vollem Haus im Amphi-Saal des Harenberg-City-Centers.

Das jedenfalls waren die Kernaussagen bei der "Nachtvorlesung", einer Gemeinschaftsveranstaltung von Ruhr Nachrichten, Radio 91.2 und Johannes-Hospital. Der Onkologe Dr. Volker Hagen und die Diätassistentin Maria-Theresia Niehues stellten den rund 250 Zuhörern im ausverkauften Amphi-Saal des Harenberg-City-Centers Ergebnisse neuester Studien vor. Außerdem gaben sie ganz handfeste Tipps zur Ernährung sowohl zur Vorbeugung als auch bei einer Krebserkrankung.

Zahlreiche Studien, so Hagen, hätten bewiesen, dass die Ernährung einen großen Einfluss auf die Entstehung von Krebs habe. Und das nicht nur bei Tumoren in Bereichen, die mit der Essensaufnahme einher gehen wie Magen- oder Darmkrebs. Dr. Hagen: "Selbst bei Brustkrebs ist ein positiver Effekt durch gute Ernährung herzustellen."

Aber was ist eine gute Ernährung? Expertin Niehues stellte gut 20 so genannte "Super-Foods", also "Tolle Lebensmittel" vor. Bei ihnen sei eine krebsverhindernde Wirkung nachgewiesen. Das reicht von Broccoli über Knoblauch, Lachs, Olivenöl bis zu Zwiebeln. Die ausreichende Zufuhr von Ballaststoffen sein ebenso wichtig wie abwechslungsreiches Essen. Die Diätassistentin: "Am besten fünf Mal am Tag essen, zwei Mal Obst, drei Mal Gemüse."

Wer eine Krebserkrankung überwunden hat, sollte sich so vernünftig ernähren wie ein gesunder Mensch. Wer aber akut an einem Tumor leidet, für den gelten besondere Anforderungen. Denn immer wieder komme es vor, dass Patienten ausgezehrt sein können, so Krebsmediziner Dr. Volker Hagen: "Bei Tumorpatienten ist eine fett- und eiweißreiche Kost sinnvoll." Wichtig sei eine individuelle Ernährungsberatung.

Beide rieten zum Schluss davon ab, hochdosierte Vitaminpräparate zu schlucken. Sie hätten oft nicht nicht nur keinen Erfolg, sondern könnten sich sogar negativ auswirken.

Eine Liste der "Tollen Lebensmittel" sowie ein Kurz-Interview mit Dr. Hagen finden Sie am Donnerstag in den Ruhr Nachrichten Dortmund.

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