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Kontroverse unter dem Flatterband

31.08.2007

Dorstfeld Gegen das geplante neue Rewe-Center im Schatten des Schulte-Witten-Hauses regt sich Protest in Dorstfeld. Wird es den Handel im Unterdorf retten oder ist er nur die nächste Investitions-Ruine? Diese Frage scheidet die Geister ebenso, wie die, ob es wichtiger ist, eine Freifläche zu erhalten oder einen fußläufig erreichbaren Vollversorger im Dorstfelder Ortskern anzusiedeln?

Für die Bürgerinitiative "Dorstfeld Aktiv", die am Freitag mit langen Holzstangen und rotweißem Flatterband demonstrierte, wie hoch und dominant die Fassade des geplanten Marktes ausfallen wird, steht fest: Der neue Markt wird sich ebenso wenig halten wie der Edeka-Markt auf dem Wilhelmplatz. "Die Billig-Discounter sind fußläufig erreichbar. Da kann sich ein neues Geschäft nicht durchsetzen", schätzt auch Rolf Baader von der Dortmunder Selbsthilfe.

Ebenso wie die Bürgerinitiative verlangt die Dortmunder Selbsthilfe den Erhalt der großen Wiese auf dem ehemaligen Frerichgelände, auf die der Supermarkt gebaut werden soll. Unterstützt wird der Protest vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). "Der Park ist wichtig für die Wärmeregulierung des Ortes", sagt Thomas Quittek vom BUND. Dem Argument des Dorstfelder Gewerbevereins-Vorsitzenden Bernd F. Tücking, es handele sich nur um eine wertlose Hundewiese, hält er entgegen, dass Parks jederzeit ökologisch aufgewertet werden können. Auch der Handel diskutierte gestern kontrovers. Während Bäcker Thomas Uhlenbusch die Angst vor einem weiteren künftigen Leerstand scheut, steht für Goldschmied Karl-Heinz Taubenberger fest: "Es muss was passieren, sonst hat keiner den Mut, hier einen Laden aufzumachen.

SPD und Grüne, vertreten durch Peter Borris, Helmut Harnisch, Ingrid Reuter und Manfred Krüger-Sandkamp, machten noch einmal deutlich, dass für sie eine intakte fußläufig erreichbare Nahversorgung, speziell auch für die älteren Dorstfelder, höher zu bewerten ist als der Erhalt der Freifläche. vB

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