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Kopffüßler und Häuser-Paare

Als 1982 der Falkland-Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien tobte, fasste Horst Antes einen Entschluss: Er wollte nie wieder Menschen malen.

09.10.2007

Genauso wie die Neutronenbombe, die nur Menschen, kein Material zerstörte, wollte Antes nur mehr das malen, was der Mensch übrig lässt. So wurden Häuser zum zentralen Motiv des Künstlers - Häuser, mit denen er gleichwohl umgeht wie mit menschlichen Modellen. Wer sich darauf einlässt und Antes' Kohlezeichnungen betrachtet, findet ineinander verschlungene Liebespaare und Familienporträts, Geistliche und Einsame in den äußerst reduzierten, auf ihre Grundstruktur konzentrierten Häuser-Darstellungen.

Gelegenheit zur Betrachtung gibt es bis zum 10. November in der Galerie Utermann. Zum 70. Geburtstag des Künstlers hat Wilfried Utermann seinem Freund Antes einen Katalog geschenkt und eine Einzelausstellung organisiert. Die Schau "Wie mit Licht gezeichnet" zeigt in einem erhellenden Überblick 35 neuere Arbeiten, in denen neben den Häusern auch weitere zentrale Motive des Künstlers immer wieder auftauchen: Zäune und T-Shirts etwa, Kreuze und Löffel - alltägliche Gegenstände, die skizziert, manchmal auch nur leicht im Hintergrund angedeutet werden

Neben den meist sorgfältig verwischten Kohlezeichnungen gibt es auch Mischtechniken zu sehen: übermalte Lithografien etwa, oder ein Zahlenbild, an dem Antes zwölf Jahre lang arbeitete: Regelmäßig übermalte er das aktuelle Datum und schuf so ein Zeit-Bild in Dutzenden Schichten. Für Kopffüßler-Fans: Auch einer der berühmten Körperlosen ist zu sehen.

bis 10.11., Silberstraße 22

www.GalerieUtermann.de

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