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Künstler sagen Ja zum U

Die vier Dortmunder Künstlerverbände haben sich zum ersten Mal in ihrer Geschichte zusammengetan - um Stimmung fürs Dortmunder U als Kreativzentrum zu machen.

von Von Katrin Pinetzki

, 07.12.2007

Die Bundesverbände Bildender Künstler (BBK) für Westfalen und fürs Ruhrgebiet, die Dortmunder Gruppe und der Westfälische Künstlerbund stehen wie eine Eins hinter den Plänen, das denkmalgeschützte Gebäude zu einem Zentrum der Kreativwirtschaft umzubauen. "Wenn in den nächsten Tagen - hoffentlich - aus Düsseldorf eine Zusage fürs Geld kommt, darf die Planung nicht an parteipolitischen Streitigkeiten scheitern", sagt Monika Pfeiffer, Vorsitzende des BBK Ruhrgebiet. Genau das aber befürchten die rund 300 Mitglieder der vier Vereinigungen. "Wir appellieren an Politiker über Parteigrenzen hinweg, sich mit aller Kraft für das Projekt einzusetzen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Das U könne sich als Landmarke mit attraktivem Inhalt und dem richtigen Kultur-Mix zu einer Attraktion für den Kulturtourismus entwickeln - "und davon können alle profitieren, nicht nur die Künstler."

Die Künstler sehen im U eine Perspektive über das Kulturhauptstadtjahr 2010 hinaus. "Das Gebäude könnte ein Symbol für die bildende Kunst werden, so wie die Botta-Bibliothek ein Symbol für Literatur und das Konzerthaus eines für die Musik ist", sagt Michael Odenwaeller, Vorsitzender der Dortmunder Gruppe. Dazu gehört zumindest für die meisten Künstler auch das Ostwall-Museum im U. Auch Galerien und Grafikdesigner, vielleicht einen Laden für Künstlerbedarf und vor allem Arbeitsplätze für Künstler sehen die Verbandsmitglieder am Horizont. "Ein Museum im U könnte vielen Leuten die Schwellenangst nehmen, in ein Museum zu gehen", hofft Andi Knappe, Vorsitzender des Westfälischen Künstlerbundes.

Als vor einigen Jahren die Hörder Fackel gesprengt wurde, habe sie sich gefragt, ob sie nicht mehr dagegen hätte tun können, so Monika Pfeiffer. Das sollte nicht noch einmal passieren.

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