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Künstliche Zahnwurzeln füllen die Lücken

10.10.2007

Hörde Ab dem 45. Lebensjahr gehen mehr Zähne durch Zahnfleischentzündung (Pa-rodontitis) verloren als durch Karies. Wie und wann man fehlende Zähne mit Implan-taten ersetzen kann, erklärte Dr. Ingo Röller den über 50 interessierten Besuchern des Gesundheitsforums Bethanien und beantwortete während seines Vortrages zahlreiche Zwischenfragen.

Solche betrafen z. B. die Verträglichkeit. "Implantate bestehen aus hochreinem Titan, einem Material, das seit Jahren auch in der Hüftgelenkschirurgie verwendet wird und für das keine Un-verträglichkeitsreaktionen bekannt sind", so der Arzt. Grundsätzlich könne jeder gesunde Mensch mit den künstlichen Zahnwurzeln versorgt werden und das unabhängig vom Alter.

Patient mit 86 Jahren

"Mein ältester Implantat-Patient war 86 Jahre", erinnerte sich Dr. Röller. Einige Zuhörer interessierte, ob eine Zuckererkrankung gegen Implantate spreche. Bei Diabetikern und Patienten mit anderen systemischen Erkrankungen würde immer auch der Hausarzt mit einbezogen, erklärte Röller. Bei einer gut eingestellten Diabetes spräche aber nichts gegen die Implantation.

Örtlich betäubt

Bei der Frage nach möglichen Schmerzen konnte der Implantologe beruhigen. "Die Eingriffe erfolgen in örtlicher Betäubung, sind also schmerzfrei. Auf Wunsch können wir aber auch in Vollnarkose operieren. Entweder im Krankenhaus Bethanien oder in der Praxis, wo wir mit einem Anästhesisten kooperieren." Vor dem Eingriff stehe jedoch eine ausführliche Diagnostik und Beratung. Bei völliger Zahnlosigkeit z. B. reichten oft schon 2 Implantate, um die vorhandene Prothese zu fixieren. Ebenso sei es aber auch möglich, eine komplett festsitzende Lösung zu schaffen. Die computerunterstützte Implantation im 3-D-Verfahren, die Dr. Röller auch als Trickfilm vorführte, gäbe Patient und Behandler größtmögliche Sicherheit. Dr. Manuela Michel

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