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Kulturarbeit zeichnet sich aus

DORTMUND Die Stadt Dortmund wurde jetzt von der Landesregierung für ihr vorbildliches Gesamtkonzept „Kulturelle Bildung“ ausgezeichnet und mit 30.000 Euro belohnt. Den Wettbewerb um die besten Konzepte zur Stärkung der kulturellen Bildung in den Kommunen schrieb die Staatskanzlei in diesem Jahr erstmals aus.

von Von Susanne Riese

, 10.10.2007
Kulturarbeit zeichnet sich aus

Neuer Baustein der Kulturarbeit für Kinder- und Jugendliche: die Kinderoper.

 Zur Teilnahme waren alle Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens eingeladen, die besonders beispielhaft und nachhaltig wirksame Strukturen für die kulturelle Bildung entwickeln und in herausragender Weise Akteure, Handlungsansätze und Projekte in diesem Arbeitsfeld vernetzen. Insgesamt beteiligten sich 32 Kommunen und zwei Kreise an dem Wettbewerb. Als beispielgebend und damit preiswürdig erwiesen sich 16 Kommunen und Kreise bzw. Projekte, darunter Dortmund - neben Mühlheim die einzige Ruhrgebietsstadt unter den Preisträgern, die sich damit über 30.000 Euro Preisgeld freuen kann. Die Preisverleihung findet am 30. November im Jungen Schauspiel Düsseldorf statt.

Bestandsaufnahme von Angeboten

Der Dortmunder Wettbewerbsbeitrag ist ein „Kommunales Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund“, das unter der Federführung des Kulturbüros erarbeitet wurde. Es berücksichtigt die aktuelle demografische Entwicklung und nimmt eine Bestandsaufnahme bereits laufender Angebote und Aktivitäten kultureller Bildung in der Stadt vor.

Dem Konzept entsprechend soll die kulturelle Bildung in Dortmund als kommunale Querschnittsaufgabe der verschiedenen Fachverwaltungen verankert werden. Darüber hinaus sollen unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Jugendkulturkonferenzen neue Angebote und Fördervorhaben für Projekte entwickelt werden. Zahlreiche Einzelmaßnahmen dienen der Bildung von Netzwerken und der gegenseitigen Information, eine Kontaktstelle für kulturelle Bildung im Kulturbüro soll das Herzstück bilden. Sie soll den Transfer zwischen den Kultur- und Bildungseinrichtungen organisieren und die interdisziplinäre Qualifizierung fördern.

Bezug zum Stadtbezirk

Eine Besonderheit des Dortmunder Modells ist ein ausgeprägter Stadtbezirksbezug. In einer Großstadt wie Dortmund kann Nachhaltigkeit am besten erreicht werden, wenn die Angebote kultureller Bildung wohnortnah ansetzen und eine Rückkoppelung zu den Kultureinrichtungen gewährleistet ist. Innerhalb des Modellversuchs ist daher geplant, zunächst für den Stadtbezirk Hörde exemplarisch ein Stadtteilkonzept zu entwickeln. Es wird dann schrittweise auf andere Stadtbezirke übertragen und zusammen mit den dortigen Partnern angepasst.

Das Ziel ist, das Gesamtkonzept mit den entsprechenden Strukturen und zentralen Maßnahmen bis zum Jahr 2010 umzusetzen. Es soll dann einen wichtigen Beitrag für Ruhr 2010-Kulturhauptstadt Europas zum Thema „Modellregion kulturelle Bildung“ leisten.

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