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Kunst mit der Kettensäge

DORTMUND Kyrill-Opfer waren die Baumstämme einmal. Der international renommierte Bildhauer Karl Manfred Rennertz hat aus ihnen Kunst gemacht. Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober im Industriemuseum Zeche Zollern zu sehen.

von Von Katrin Pinetzki

, 01.10.2007
Kunst mit der Kettensäge

Holz-Skulpturen von Karl Manfred Rennertz zeigt die Alte Werkstatt der Zeche Zollverein.

Im Juli richtete Rennertz sein Atelier auf dem ehemaligen Holzplatz der Zeche Zollern II/IV ein und bearbeitete die durch den Orkan gefällten Bäume mit der Kettensäge zu Skulpturen. Der Bildhauer, seit drei Jahren Professor für plastisches Gestalten an der Fachhochschule Detmold, arbeitet seit 30 Jahren als freier Bildhauer auf der ganzen Welt. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Objekte, für die er nicht nur Holz, sondern auch Beton oder Bronze bearbeitet. In Dortmund ist es jedoch vor allem die ehemalige Lindenallee, die Rennertz‘ Rohmaterial bildeten. Ausnahme: Die „Iroko-Säule“ wurde extra aus Rennertz Heimatstadt Baden-Baden geholt und für die Ausstellung prominent auf dem Ehrenhof aufgestellt.   Man könnte Rennertz‘ Vorgehensweise auch brachial nennen: Die Linden, während des Orkans umgeknickt wie Zahnstocher, zersägte er mit der Kettensäge und flämmte sie anschließend schwarz. Grobe, harte Arbeit an einst lebendigem Material. Doch was daraus entsteht, ist im besten Fall für die Ewigkeit: Übermenschlich große menschliche Körper, scheinbar ineinander verdrehte Holz-Stränge, Boote oder in die Höhe wachsende, abstrakte Pflanzen.

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