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Landrat will Dauerausfälle nicht bezahlen

Ärger schon vor dem Dienstantritt in ihrer neuen Behörde bescheren drei von 22 Dortmundern dem Landkreis Ennepe-Ruhr.

30.12.2007

Nach der Zerschlagung der Dortmunder Versorgungsbehörde durch die Landesregierung sollen 22 Kräfte, darunter auch drei Dauerausfälle des Amtes, ihren Job in Schwelm fortsetzen. Das Land schiebe nicht arbeitende Kräfte ab, protestierte jetzt EN-Landrat Arnim Brux.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat ab dem 1. Januar die Aufgaben des bisherigen Versorgungsamtes Dortmund in den Bereichen des Schwerbehindertenrechts und des Elterngeldes für seine Bürger zu übernehmen. Wie bekannt, werden im alten Amt an der Rheinischen Straße ab Januar nur noch Schwerbehinderte aus Dortmund, Bochum und Hagen bedient. Dortmunder können zudem bald auch ihre Schwerbehinderten-Ausweise in den Bezirksverwaltungsstellen beantragen (wir berichteten mehrfach).

Die Bediensteten der bisherigen Landesbehörde werden quer durchs Land versetzt, denn nur 90 von 230 Beschäftigten bleiben an der Rheinischen Straße. An den Schnittstellen soll es überall im Land haken. Die Bürger müssen sich an neue Dienststellen, die Bediensteten an neue Dienstorte gewöhnen.

Einer im EN-Kreis erscheinenden Zeitung sagte Landrat Brux: "Die Landesregierung hat uns quasi gezwungen, drei Mitarbeiter aus dem Versorgungsamt Dortmund zu übernehmen, von denen wir heute nicht wissen, ob sie jemals für uns arbeiten." Brux behält sich eine Klage gegen das Vorgehen des Landes vor. Der Landrat befürchtet, für drei Arbeitskräfte Gehalt zahlen zu müssen, deren Arbeitskraft seine Verwaltung aber auf unabsehbare Zeit nicht nutzen kann, weil die drei auch schon in Dortmund nicht zum Dienst erschienen. bö

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