Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Langemeyer: Weichen gestellt fürs Klinikum

06.03.2008

Langemeyer: Weichen gestellt fürs Klinikum

"Der Aufschlag von Herrn Hengstenberg war neben der Sache", wehrt sich Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer (Foto) gegen die Forderungen seines politischen Gegners nach Absetzung der Klinikum-Geschäftsführung. Wir sprachen mit dem OB gestern anlässlich seines Besuches in der RN-Redaktion.

Als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums erinnert Langemeyer den CDU-Fraktionschef daran, "er tut so, als hätten wir im Dezember keine Entscheidung getroffen".

Bekanntlich hatte der Rat in seiner letzten Sitzung des Jahres knapp 20 Millionen Euro Kapitalverstärkung beschlossen, zweckgebunden für den Neubau des 89 Millionen Euro teuren OP-Zentrums. Es ist - neben der geplanten Neustrukturierung von Frauen- und Kinderklinik (ursprünglich Neubau "Mutter-Kind-Zentrum") - Teil des zweiten Zukunftsabkommens. Der OB erinnert daran, dass bereits das erste Abkommen 25 Millionen Einsparungen pro Jahr erbracht habe. Weitere Millionen in zweistelliger Höhe jährlich sollen durch die beschlossenen Investitionen erreicht werden.

Das hohe Defizit für 2007, laut Langemeyer zwischen zehn und 13 Millionen, sei nicht überraschend, hätte schon im Dezember festgestanden. Verursacht worden sei es extern, u. a. durch die Mehrwertsteuererhöhung und den Beitrag an die Krankenkassen in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Zum Notlagentarif-Vertrag, der an die Kapitalaufstockung von knapp 20 Millionen Euro gekoppelt ist, aber nun zu scheitern droht, meint der OB: "Kommt er nicht zu Stande, müssen andere Vorschläge auf den Tisch."

Er ergänzt, "ich will ein solides Ergebnis haben" und "wir wollen im Rat vorher das Zukunftsabkommen II sehen". Erneut an Frank Hengstenberg gerichtet: "Wer von Insolvenzgefahr redet, schadet dem Unternehmen."

In wenigen Wochen werde die Baugrube für den Zentral-OP ausgehoben. Bis 2010/2011 sei er fertig gestellt, so Langemeyer.

Auch im Hauptausschuss unterstrich er am Nachmittag: "Wenn Zentral-OP und Funktionszentrum realisiert sind, sind wir in den schwarzen Zahlen." Daran hat Hengstenberg erhebliche Zweifel: "Laut Frau Greive (Klinikum-Chefin, Anm. d. Red.) bringt das OP-Zentrum nur Einsparungen von jährlich 4,5 Mio." Das vorläufige Endergebnis für 2007 weise aber bereits 13,2 Mio. Euro Verlust aus. bö

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt